Heiliges Römisches Reich, Haus Habsburg, 10 Dukaten 1621-1637 Prag, Kaiser Ferdinand II.
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Kaiser Ferdinand II. – extrem seltene 10 Dukaten aus Gold von 1622 aus der Münzstätte Prag
Ein Kaiser im Kampf um seine Herrschaft, ein aufständisches Königreich und der Beginn einer der verheerendsten Epochen Europas: Diese außergewöhnliche 10-Dukaten-Goldmünze von Kaiser Ferdinand II. aus dem Jahr 1622 führt unmittelbar in die dramatischen Anfangsjahre des Dreißigjährigen Krieges. Nur zwei Jahre nach der entscheidenden Schlacht am Weißen Berg bei Prag entstand die monumentale Großgoldmünze unter jenem Habsburger, der die Machtverhältnisse in Böhmen grundlegend veränderte. Als kostbares Zeugnis kaiserlicher Herrschaft und Repräsentation gehört sie zu den bedeutenden numismatischen Raritäten des frühen 17. Jahrhunderts.
Die 10-Dukaten-Münze wurde 1622 in der kaiserlich-königlichen Münzstätte Prag aus Gold (Au 986) geprägt. Mit einem Raugewicht von etwa 34,5 Gramm und einem beeindruckenden Durchmesser von 43 mm zählt sie zu den großformatigen Goldprägungen des Heiligen Römischen Reiches und ist heute überaus selten. In der hervorragenden Erhaltung „sehr schön / vorzüglich“ (ss/vz) begeistert das mehr als 400 Jahre alte Original mit eindrucksvoll erhaltenen Details und den markanten Herrschaftssymbolen des Hauses Habsburg. Geliefert wird diese außergewöhnliche Rarität in einer Luxus-Kassette inklusive Echtheitszertifikat.
Auf der Vorderseite steht Ferdinand II. als gekrönter Herrscher in voller Rüstung. In seiner rechten Hand hält er das Zepter, in der linken den Reichsapfel – zwei zentrale Insignien seiner kaiserlichen Macht. Zu beiden Seiten der Herrscherfigur befinden sich prächtige Wappenschilde, die seine dynastischen Ansprüche und Herrschaftsgebiete repräsentieren. Die umlaufende lateinische Legende „FERDINANDVS · II · D · G · R · IM · S · A · G · H · BO · REX“ lässt sich zu „Ferdinandus II Dei Gratia Romanorum Imperator Semper Augustus, Germaniae, Hungariae, Bohemiae Rex“ ergänzen. Auf Deutsch bedeutet sie: „Ferdinand II., von Gottes Gnaden Römischer Kaiser, allzeit Mehrer des Reiches, König in Germanien, Ungarn und Böhmen.“ Die ungewöhnlich repräsentative Darstellung des stehenden Herrschers unterstreicht den besonderen Charakter dieser Großgoldmünze.
Die Rückseite zeigt den mächtigen gekrönten kaiserlichen Doppeladler mit ausgebreiteten Schwingen, der als Symbol der römisch-deutschen Kaiserwürde die gesamte Münzfläche beherrscht. Auf seiner Brust trägt er einen österreichisch-burgundischen Wappenschild, während über den beiden Adlerköpfen die prächtige Rudolfskrone schwebt. Diese 1602 für Kaiser Rudolf II. geschaffene Krone wurde später zur österreichischen Kaiserkrone. Die Umschrift „ARCHID · AVST · DVX · BVRG · MAR · MO · 1622“ ergänzt die Herrschertitel und bedeutet ausgeschrieben „Archidux Austriae, Dux Burgundiae, Marchio Moraviae“. Auf Deutsch: „Erzherzog von Österreich, Herzog von Burgund, Markgraf von Mähren“, gefolgt vom Prägejahr „1622“. Am unteren Münzrand befindet sich in einer kleinen Kartusche das Münzmeisterzeichen „Halbmond mit Stern“, das dem Prager Münzmeister Benedikt Huebmer zugeordnet wird, der von 1610 bis 1630 in Prag tätig war.
Solche großformatigen Goldprägungen erfüllten im frühen 17. Jahrhundert eine besondere Funktion. Mit dem Wert von zehn Dukaten verkörperten sie einen beträchtlichen Goldwert und waren weit mehr als gewöhnliche Zahlungsmittel. Großgoldmünzen dieser Art dienten insbesondere der fürstlichen Repräsentation, konnten als kostbare Ehrengeschenke überreicht oder zur Belohnung hochrangiger Würdenträger, Offiziere und Diplomaten eingesetzt werden. Ihre imposante Größe bot zugleich Raum für besonders eindrucksvolle Herrscherbilder und aufwendig gestaltete Wappen. Gerade diese Verbindung aus Edelmetallwert, politischer Symbolik und handwerklicher Präzision macht sie heute zu herausragenden Zeugnissen frühneuzeitlicher Münzkunst.
Ferdinand II. gehört zu den prägenden Herrschergestalten des Dreißigjährigen Krieges. Der 1578 in Graz geborene Habsburger war seit 1617 König von Böhmen, wurde 1618 König von Ungarn und bestieg 1619 den römisch-deutschen Kaiserthron. Als überzeugter Katholik verfolgte er das Ziel, die habsburgische Herrschaft zu stärken und den katholischen Glauben in seinen Ländern wieder durchzusetzen. Diese Politik brachte ihn insbesondere in Böhmen in einen schweren Konflikt mit den überwiegend protestantischen Ständen, die ihre religiösen und politischen Rechte bedroht sahen.
Bereits 1618 hatte der berühmte Prager Fenstersturz den böhmischen Aufstand ausgelöst und damit den Beginn des Dreißigjährigen Krieges markiert. Die aufständischen Stände erklärten Ferdinand 1619 für abgesetzt und wählten stattdessen den pfälzischen Kurfürsten Friedrich V. zu ihrem König. Doch am 8. November 1620 besiegten die Truppen der katholischen Liga und des Kaisers das böhmische Heer in der Schlacht am Weißen Berg vor Prag. Friedrich V., der wegen seiner kurzen Regierungszeit als „Winterkönig“ in die Geschichte einging, musste fliehen. Ferdinand gewann die Kontrolle über Böhmen zurück.
Die Folgen dieses Sieges waren weitreichend. Am 21. Juni 1621 ließ Ferdinand 27 führende Beteiligte des böhmischen Aufstands auf dem Altstädter Ring in Prag hinrichten. Zahlreiche weitere Gegner verloren ihre Besitzungen, die anschließend an kaisertreue Adlige und Unterstützer verteilt wurden. Zugleich setzte eine umfassende Rekatholisierung ein. Mit der Verneuerten Landesordnung von 1627 wurde die böhmische Königskrone schließlich als erbliches Recht des Hauses Habsburg festgeschrieben und die Macht der Stände erheblich eingeschränkt.
Genau in dieser entscheidenden Phase entstand 1622 die 10-Dukaten-Münze aus Prag. Die Darstellung des gekrönten Herrschers mit Zepter und Reichsapfel sowie der mächtige kaiserliche Doppeladler sind vor diesem historischen Hintergrund besonders aussagekräftig. Sie verkörpern jenen Herrschaftsanspruch, den Ferdinand II. nach der Niederschlagung des böhmischen Aufstands mit aller Entschlossenheit durchsetzte. Die Münze ist damit nicht nur ein kostbares Zeugnis habsburgischer Goldprägung, sondern auch ein unmittelbarer Zeitzeuge der politischen und religiösen Umwälzungen, die Mitteleuropa über Jahrzehnte erschütterten – und die Krönung jeder Münz-Sammlung!
Lassen Sie diese Chance daher nicht verstreichen und bestellen Sie diese überaus seltene 10-Dukaten-Goldmünze von Kaiser Ferdinand II. am besten noch heute – denn eine solche Gold-Rarität können wir Ihnen nur ein einziges Mal anbieten!
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| Ausgabejahr: | 1622 |
| Ausgabeland: | Haus Habsburg |
| Durchmesser (mm): | 43.0 |
| Erhaltung: | (ss/vz) Sehr schön / vorzüglich |
| Feinheit: | (986) |
| Material: | Gold |
| Nominal: | 10 |
| Prägestätte: | (2) ohne_2 |
| Prägezeitraum von: | 1621 |
| Prägezeitraum bis: | 1637 |
| Raugewicht (g): | 34,5 |
| Veredelung: | ohne Veredelung |
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