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Beckersche Fälschungen

Als Beckersche Fälschungen bezeichnet man die umfangreichen Nachahmungen antiker, mittelalterlicher und neuzeitlicher Münzen, die von Carl Wilhelm Becker (1772–1830) gefertigt wurden. Becker gilt als einer der talentiertesten und zugleich berüchtigtsten Münzfälscher der Numismatikgeschichte. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine außerordentlich hohe handwerkliche Qualität aus, die es selbst erfahrenen Fachleuten oft schwer machte – und teilweise noch heute schwer macht –, Original und Falsifikat sicher zu unterscheiden.

Becker brachte sich die Kunst des Stempelschneidens autodidaktisch bei und begann um 1805 zunächst mit der Fälschung antiker Münzen. Dabei nutzte er häufig abgegriffene, preiswerte Originalmünzen als Schrötlinge, die er überprägte. Neben detailgetreuen Nachahmungen schuf er auch sogenannte Phantasieprägungen – Münzbilder, die historisch nie existiert hatten, jedoch stilistisch überzeugend wirkten. Um seinen Erzeugnissen ein antikes Erscheinungsbild zu verleihen, entwickelte Becker raffinierte Methoden der künstlichen Alterung: Er bettete die frisch geprägten Stücke in eine Kiste voller Eisenfeilspäne und führte diese auf seinen zahlreichen Reisen unter seiner Kutsche mit, sodass die Münzen durch Erschütterung und Reibung künstlich abgenutzt wurden – eine Prozedur, die er selbst augenzwinkernd als seine „alten Herrenspazierenfahren“ bezeichnete. Um darüber hinaus die fehlende Patina zu erzeugen, lagerte er die Stücke gezielt in Mist oder in geschwefelten Fässern.

Im Laufe der Zeit weitete Becker seine Tätigkeit auch auf mittelalterliche und neuzeitliche Münzen aus. Parallel dazu betrieb er einen Münzhandel und genoss als Kenner und Sammler durchaus Anerkennung. Selbst Johann Wolfgang von Goethe äußerte sich lobend über den „Antiken-Becker“. In Fürst Carl von Isenburg fand Becker einen Förderer, der ihn als Bibliothekar anstellte und ihm den Titel eines Hofrats verlieh.

1826 bekannte sich Becker als Urheber zahlreicher Fälschungen, die zuvor von dem italienischen Numismatiker Domenico Sestini nachgewiesen worden waren. Becker selbst betrachtete sich jedoch weniger als Betrüger denn als Lieferant günstigen „Studienmaterials“ für Sammler und Museen. Gleichwohl kam es auch zu gezielten Täuschungen, etwa gegenüber dem Gothaer Münzkabinett, dem er originale Goldmünzen entwendete und durch eigene Kopien ersetzte.

Heute bilden die Beckerschen Fälschungen ein eigenständiges Sammelgebiet. Aufgrund ihrer historischen Bedeutung und handwerklichen Qualität erzielen sie häufig ebenso hohe Preise wie die entsprechenden Originale und werden als Zeugnisse numismatischer Kunstfertigkeit – und zugleich als Mahnung zur kritischen Prüfung von Münzen – geschätzt.

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