Weimarer Republik, 50 Reichspfennig - A 1924 (J. 318)
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Seltene Kursmünzen-Rarität der Weimarer Republik – der Jaeger 318
Nur kurze Zeit nach dem Ende der Hyperinflation erhielt Deutschland mit der Reichsmark eine neue Währung. Zu den ersten Kursmünzen dieser neuen Währungsordnung gehörten die 50 Reichspfennig der Weimarer Republik. Doch ausgerechnet dieses Nominal entwickelte sich schnell zum Problemfall: Massive Fälschungen führten dazu, dass seine Prägung schon nach kürzester Zeit wieder eingestellt wurde. Daher zählt die Jaeger-Nr. 318 heute zu den seltensten deutschen Kursmünzen ihrer Epoche.
Das 50-Pfennig-Stück (J. 318) von 1924 mit dem Prägebuchstaben „A“ der Berliner Münzprägeanstalt besteht aus Aluminium-Bronze (Cu 915 / Al 85) und hat eine Auflage von lediglich 801.483 Exemplaren. In der hervorragenden Erhaltung „sehr schön / vorzüglich“ (ss/vz) überzeugt die Münze mit einem klar erhaltenen Prägebild und gut erkennbaren Details.
Auf der Vorderseite steht die große Wertzahl „50“ im Mittelpunkt eines auf die Spitze gestellten Quadrats. Vier Eichenblätter umgeben die Wertzahl und greifen damit ein traditionsreiches deutsches Symbol auf. Oberhalb des Motivs ist das Ausgabeland „DEUTSCHES REICH“ angegeben, unterhalb die Wertbezeichnung „REICHSPFENNIG“.
Die Rückseite zeigt sechs Weizenähren, deren Halme sich in der Mitte kunstvoll kreuzen und gemeinsam eine pyramidenartige Form bilden. Oberhalb des Motivs befindet sich das Prägezeichen „A“, das die Münze eindeutig der Berliner Prägestätte zuordnet. Unter den Ähren ist das Prägejahr „1924“ zu lesen. Beide Münzseiten stammen aus der Hand von Prof. Waldemar Raemisch aus Berlin.
Die Geschichte dieses 50-Reichspfennig-Stücks (J. 318) ist eng mit den schwierigen Anfängen der Reichsmark verbunden. Sein unmittelbarer Vorgänger war das 1923 eingeführte 50-Rentenpfennig-Stück (Jaeger 310), dessen Gestaltung nahezu unverändert übernommen wurde – lediglich die Währungsbezeichnung wechselte von Rentenpfennig zu Reichspfennig. Beide Münztypen wurden jedoch in einem solchen Ausmaß gefälscht, dass die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft zeitweise sogar die Annahme der Stücke verweigerte.
Die Fälschungsproblematik nahm derartige Dimensionen an, dass bereits über einen vollkommenen Neuanfang beim Kleingeld nachgedacht wurde. Zeitgenössisch stand der Vorschlag im Raum, das 50-Pfennig-Stück abzuschaffen und durch einen sogenannten „Silberling“ aus Silber zu ersetzen, der in 100 Heller unterteilt werden sollte. Eine solche Silbermünze wäre wesentlich schwieriger nachzuahmen gewesen. Letztlich blieb es jedoch bei den Überlegungen.
Für die 50 Reichspfennig hatte die Fälschungswelle dennoch weitreichende Folgen. Die Prägung der Jaeger-Nr. 318 begann erst gegen Ende 1924 und wurde aufgrund der zahlreichen Fälschungen bereits Anfang 1925 wieder eingestellt. Insgesamt entstanden über alle Prägestätten hinweg nur rund 2,7 Millionen Stück – für eine deutsche Kursmünze eine außergewöhnlich geringe Zahl. Die wenigen Originale gingen anschließend in der Masse der umlaufenden 50-Pfennig-Münzen unter und wurden bei späteren Außerkurssetzungen nach und nach eingezogen. Gerade deshalb sind erhaltene Originale heute gesuchte Raritäten der Weimarer Republik.
Der Jahrgang 1924 A führt damit unmittelbar in eine kurze und außergewöhnliche Episode deutscher Währungsgeschichte. Eine kleine Auflage, die kurze Prägezeit und die massive zeitgenössische Fälschungsproblematik machen die 50 Reichspfennig (J. 318) zu einer Kursmünze, die weit über ihren ursprünglichen Nennwert hinaus numismatische Geschichte geschrieben hat.
Lassen Sie sich diese seltene Kursmünze also keinesfalls entgehen und bestellen die 50 Reichspfennig von 1924 A am besten noch heute – echte Originale der Jaeger-Nr. 318 sind heute nur noch schwer zu finden!
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| Ausgabejahr: | 1924 |
| Ausgabeland: | Weimarer Republik |
| Durchmesser (mm): | 24.0 |
| Erhaltung: | (ss/vz) Sehr schön / vorzüglich |
| Feinheit: | - |
| Material: | Kupfer |
| Nominal: | 50 |
| Raugewicht (g): | 5 |
| Veredelung: | ohne Veredelung |
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