Königreich Preußen, 10 Mark 1878 B (J.245), Wilhelm I. (vz/st) - Kaiserreich Gold
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Eine der größten Raritäten des Deutschen Kaiserreichs – 10 Mark 1878 B von Wilhelm I. in sensationeller Erhaltung
Eine Goldmünze von größter Seltenheit, ein legendärer Jahrgang und ein Kaiser, der die deutsche Geschichte entscheidend prägte: Die preußische 10-Mark-Goldmünze (J. 245) von 1878 mit dem Prägebuchstaben B zählt zu den herausragenden Kostbarkeiten der deutschen Numismatik. Geprägt unter Kaiser Wilhelm I., nur sieben Jahre nach der Gründung des Deutschen Kaiserreichs, gehört sie heute zu den begehrtesten und wertvollsten Goldmünzen Preußens. Ein solches Original in dieser außergewöhnlichen Erhaltung zu besitzen, ist ein besonderer Höhepunkt selbst einer hochkarätigen Sammlung deutscher Kaiserreichsmünzen – und zugleich eine attraktive Möglichkeit der Vermögensanlage.
Die 10-Mark-Münze wurde 1878 in der königlich-preußischen Münzstätte Hannover aus Gold (Au 900) geprägt. Ihr Raugewicht beträgt etwa 3,9 Gramm, der Durchmesser 19,5 mm. Im Standardkatalog der deutschen Münzen von Kurt Jaeger ist sie unter der Nummer 245 verzeichnet und zählt zu den größten Raritäten der preußischen Goldprägungen. Ihre Auflage betrug lediglich 14.588 Exemplare – eine extrem geringe Stückzahl für eine damalige Umlaufgoldmünze. Wie außergewöhnlich selten diese Prägung ist, zeigt der direkte Vergleich: Während von der 10 Mark 1878 in Berlin (A) über 1,1 Millionen und in Frankfurt (C) mehr als 516.000 Exemplare gefertigt wurden, prägte die Münzstätte in Hannover nur 14.588 Stück. Durch Einschmelzungen und Verluste im Laufe von nahezu 150 Jahren hat sich diese Zahl weiter erheblich verringert. Umso bemerkenswerter ist die sensationelle Erhaltung „Vorzüglich / Stempelglanz“ (vz/st): Dieses absolute Prachtexemplar begeistert mit einem hervorragend ausgeprägten Kaiserporträt, fein erhaltenen Reliefdetails und einer beeindruckenden Gesamtwirkung. Die Authentizität wird zusätzlich durch ein unabhängiges Gutachten bestätigt. Geliefert wird diese numismatische Spitzenrarität in einer Luxus-Kassette inklusive Echtheitszertifikat.
Auf der Vorderseite erscheint Kaiser Wilhelm I. im nach rechts gewandten Porträt. Das charakteristische Profil mit markantem Backenbart, sorgfältig ausgearbeiteten Gesichtszügen und zurückgekämmtem Haar zeigt den ersten Deutschen Kaiser in einer würdevollen, bewusst schlichten Darstellung. Die Umschrift „WILHELM DEUTSCHER KAISER KÖNIG V. PREUSSEN“ nennt seine beiden höchsten Herrschertitel. Unterhalb des Halsabschnitts befindet sich der Prägebuchstabe „B“, der die Münzstätte Hannover kennzeichnet. Gerade diese Kombination aus Jahrgang und Prägestätte macht die Münze zu einer der wertvollsten Raritäten der preußischen Goldprägungen.
Die Rückseite präsentiert den kleinen gekrönten Reichsadler, das offizielle Wappenmotiv der ersten Phase des Deutschen Kaiserreichs. Auf seiner Brust trägt er den preußischen Adler mit dem Hohenzollern-Schild und verbindet damit die Symbolik des neuen Nationalstaates mit der führenden Stellung Preußens. Oberhalb des Reichsadlers verläuft die Inschrift „DEUTSCHES REICH 1878“, während unterhalb der Nennwert „10 MARK“ erscheint. Zwei fünfstrahlige Sterne trennen die Wertangabe von der übrigen Umschrift.
Besonders bemerkenswert ist auch die Randgestaltung: Statt einer einfachen Riffelung besitzt die Münze eine kunstvolle Arabeskenprägung mit Palmetten und Blattranken. Diese aufwendige Verzierung erschwerte das unbemerkte Abfeilen von Gold am Münzrand und war damit zugleich ein wichtiges Sicherheitsmerkmal.
Das Jahr 1878 verleiht dieser Goldmünze eine zusätzliche historische Bedeutung. Es war das letzte Prägejahr der Münzstätte Hannover, die seit 1866 unter preußischer Verwaltung stand. Mit ihrer Schließung verschwand auch der Prägebuchstabe B zunächst aus der deutschen Münzprägung. Die 10 Mark 1878 B gehören somit zu den letzten Goldmünzen, die in Hannover entstanden. Während andere Prägestätten im selben Jahr Hunderttausende oder sogar mehr als eine Million 10-Mark-Stücke mit dem Porträt Wilhelms I. ausgaben, blieb die Auflage in Hannover auf lediglich 14.588 Exemplare beschränkt.
Aber während die Schließung der Münzstätte Hannover das Ende einer langen Münztradition markierte, stand Wilhelm als erster Deutscher Kaiser für den Beginn einer neuen Epoche deutscher Geschichte. Seit 1861 König von Preußen, berief er 1862 Otto von Bismarck zum Ministerpräsidenten. Gemeinsam prägten sie eine Politik, die Preußen innerhalb weniger Jahre zur führenden Macht Deutschlands machte. Nach den Kriegen gegen Dänemark 1864, Österreich 1866 und Frankreich 1870/71 wurde Wilhelm am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal von Versailles zum Deutschen Kaiser proklamiert. Damit entstand ein deutscher Nationalstaat unter preußischer Führung, dessen Gründung die politische Ordnung Europas nachhaltig veränderte.
Die ersten Jahre des Kaiserreichs waren von tiefgreifenden Umwälzungen geprägt. Industrie und Eisenbahnnetz wuchsen, neue Unternehmen entstanden, und die wirtschaftliche Verflechtung der deutschen Bundesstaaten nahm zu. Zugleich erhielt das Reich mit der Mark eine einheitliche Währung, die die Vielzahl zuvor verwendeter Landeswährungen ablöste. Die neuen Goldmünzen zu 5, 10 und 20 Mark verkörperten diesen wirtschaftlichen und politischen Zusammenschluss. Mit dem Porträt des Kaisers auf der Vorderseite und dem Reichsadler auf der Rückseite verbanden sie die monarchische Tradition Preußens mit der neuen staatlichen Einheit.
Auch politisch war 1878 ein außergewöhnliches Jahr. Innerhalb weniger Wochen wurden zwei Attentate auf Wilhelm I. verübt. Während der Kaiser den ersten Anschlag im Mai unverletzt überstand, wurde er beim zweiten am 2. Juni durch Schüsse schwer verwundet. Die Ereignisse erschütterten das Kaiserreich und boten Bismarck den Anlass für eine innenpolitische Kursverschärfung. Im Oktober verabschiedete der Reichstag das erste Sozialistengesetz, das sozialdemokratische Vereine, Versammlungen und Druckschriften weitgehend verbot. Die 10-Mark-Goldmünze von 1878 entstand somit in einem Jahr, das die junge Monarchie vor eine schwere Bewährungsprobe stellte.
Unter Sammlern zählt die 10 Mark 1878 B heute zu den großen Legenden der deutschen Kaiserreichsnumismatik. Ihre herausragende Stellung wird auch durch spektakuläre Auktionsergebnisse eindrucksvoll belegt: Bereits im Dezember 2004 erzielte ein Exemplar dieser extrem seltenen Goldmünze in der 43. Auktion der Leipziger Münzhandlung und Auktion Heidrun Höhn einen Verkaufspreis von sensationellen 93.000 Euro – und das in der Erhaltung „sehr schön“! Dieses Ergebnis verdeutlicht eindrucksvoll, welchen außergewöhnlichen Stellenwert die 10 Mark 1878 B unter anspruchsvollen Sammlern genießt.
Dabei ist es keineswegs allein die geringe Auflage, die diese Goldmünze so begehrenswert macht. Entscheidend ist das Zusammentreffen mehrerer Besonderheiten: der extrem seltene Jahrgang mit dem Prägebuchstaben B, die letzte Phase der Hannoveraner Münzprägung, die historische Bedeutung Wilhelms I. und vor allem die sensationelle Erhaltung „Vorzüglich / Stempelglanz“. Gerade bei Goldmünzen, die ursprünglich für den Zahlungsverkehr bestimmt waren, sind Exemplare mit einem derart eindrucksvollen Erscheinungsbild heute von herausragender Bedeutung. Ein solches Stück besitzt zweifellos Museumsrang und kann zum Glanzpunkt einer bedeutenden Sammlung deutscher Goldmünzen werden.
Bestellen Sie diese außergewöhnliche 10-Mark-Goldmünze von 1878 B deshalb am besten noch heute – denn eine der größten numismatischen Raritäten Preußens in dieser sensationellen Erhaltung können wir Ihnen nur ein einziges Mal anbieten!
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| Ausgabejahr: | 1878 |
| Ausgabeland: | Königreich Preußen |
| Durchmesser (mm): | 19.5 |
| Erhaltung: | (vz/st) Vorzüglich Stempelglanz |
| Feinheit: | (900) |
| Material: | Gold |
| Nominal: | 10 |
| Raugewicht (g): | 3,9 |
| Veredelung: | ohne Veredelung |
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