Xerafim
Xerafim (auch Xerafin) bezeichnet eine Silbermünze aus dem portugiesischen Kolonialreich, die ab etwa 1570 bis ins 19. Jahrhundert in Portugiesisch-Indien (insbesondere Goa und Diu) sowie in angrenzenden Handelsregionen, etwa bis Malakka, im Umlauf war. Ihr Wert lag zwischen 300 und 360 Reis. Ursprünglich wog sie rund 19 Gramm (davon ca. 17,5 g Feinsilber), das Gewicht sank jedoch im Lauf der Zeit auf etwa 5,5 Gramm.
Typisch für die Münze war auf der Vorderseite das portugiesische Königswappen, während die Rückseite das Malteserkreuz zeigte – ergänzt durch eine vierstellige Jahreszahl, deren Ziffern jeweils in einem Winkel des Kreuzes standen. Im 19. Jahrhundert wurde die Xerafim durch die portugiesisch-indische Rupie ersetzt, die zunächst einem halben, später etwa einem Drittel Xerafim entsprach.
Der Name Xerafim geht auf das arabische Wort sharīfi (von sharīf – „edel“) zurück, was auf die Herkunft und den Silbergehalt der Münze verweist.