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Sechsling

Der Sechsling – auch Sößling, Søsling (dänisch/norwegisch) oder schlicht Sechser genannt – war eine norddeutsche Kleinmünze im Wert von sechs Pfennigen. Je nach regionalem Münzsystem entsprach er einem halben Groschen beziehungsweise einem halben Schilling. Damit gehörte er zu den wichtigen Zwischenstücken des spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Zahlungsverkehrs.

Entstehung und Wendischer Münzverein

Erstmals wurde der Sechsling 1388 in Lübeck geprägt. Mit dem sogenannten Rezess von 1392 wurde er zur Vereinsmünze des Wendischen Münzvereins, eines Zusammenschlusses mehrerer Hansestädte zur Vereinheitlichung des Münzwesens. Neben Lübeck gaben zunächst Hamburg, Lüneburg und Wismar Sechslinge aus; weitere Städte folgten.

Der Wendische Münzverein legte verbindliche Vorgaben zu Aussehen, Gewicht und Silbergehalt fest. Der Sechsling war damit Teil eines regional abgestimmten Währungssystems, das den Handel im Hanseraum erleichterte und Vertrauen in die Münzqualität schaffen sollte.

Stellung im Münzsystem

Nach dem Ende des Wendischen Münzvereins in der Mitte des 16. Jahrhunderts blieb der Sechsling weiterhin in Gebrauch. Mit der Augsburger Reichsmünzordnung von 1559, die das Talersystem reichsweit regelte, erhielt er den festen Wert von 1⁄60 Taler.

Wie viele Kleinmünzen bestand auch der Sechsling häufig aus Billon (Kupfer-Silber-Legierung), später teils aus kupferreicheren Legierungen. Die letzten Sechslinge wurden 1855 in Hamburg geprägt – ein bemerkenswert spätes Ende für einen Münztyp mit mittelalterlichen Wurzeln.

Sprachliche Nachwirkung

Der Begriff „Sechser“ überlebte die eigentliche Münze. Nach Einführung der Markwährung im Deutschen Reich (ab 1871) wurde der Silbergroschen (1⁄30 Taler) umgangssprachlich weiter „Groschen“ genannt. In Berlin übertrug sich der Ausdruck „Sechser“ – ursprünglich für den halben Groschen – auf die 5-Pfennig-Münze, später gelegentlich sogar auf das 5-Cent-Stück. Auch Bezeichnungen wie „Sechserbrücke“ erinnern bis heute an diese historische Münzeinheit.

Numismatische Bedeutung

Der Sechsling ist ein anschauliches Beispiel für die kleinteilige Struktur des spätmittelalterlichen Münzwesens im Hanseraum. Als Bindeglied zwischen Pfennig- und Groschenwerten dokumentiert er die wirtschaftliche Vernetzung norddeutscher Städte und die Entwicklung hin zu reichsweiten Münzordnungen. Für Sammler bietet er einen faszinierenden Einblick in die Handels- und Geldgeschichte Norddeutschlands – eine kleine Münze mit langer Tradition.

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