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Petermännchen

Das Petermännchen ist eine Münze des Kurfürstentums Trier, die im frühen 17. Jahrhundert aus dem Albus (Weißpfennig) hervorging. Nach den Wirren der Kipper- und Wipperzeit – einer Phase massiver Münzverschlechterung während des Dreißigjährigen Krieges – wandelte sich der ursprünglich stabile Albus zu einer in Silbergehalt und Ansehen geminderten Ausgabe. In dieser veränderten Form erhielt er im Volksmund den Namen „Petermännchen“.

Die Bezeichnung leitet sich von der Darstellung des heiligen Petrus auf der Rückseite ab. Der Apostel ist mit Schlüssel und Buch abgebildet, während die Vorderseite das kurtrierische Wappen zeigt. In der moselfränkischen Mundart nannte man die Stücke auch „Petermenger“ oder „Petermengen“. Bewertet wurden sie mit 8 Pfennigen beziehungsweise 2 Kreuzern.

Ab etwa 1625 brachte das Kurfürstentum Trier diese Münzen in großen Mengen in Umlauf: Aufgrund hoher Prägezahlen verbreiteten sich die Petermännchen rasch im westdeutschen Raum. Doch der knappe Silbergehalt und die große Umlaufmenge führten zu wachsendem Misstrauen in der Bevölkerung. Schließlich wollte man die Stücke vielerorts nur noch ungern annehmen. Daher stellte Erzbischof Johann Hugo von Orsbeck 1687 die Prägung der einfachen Petermännchen ein und ersetzte sie durch höher bewertete Dreipetermännchen zu 5 Kreuzern.

Später erschienen auch halbe Petermännchen in Billon, erkennbar an der Aufschrift „1/2 PETERMENGEN“ auf der Rückseite. Diese Halbstücke wurden bis ins 18. Jahrhundert hinein in mehreren Typen ausgegeben. Versuche, auch ganze Stücke erneut als Billonmünzen in Umlauf zu bringen, blieben jedoch nur begrenzt erfolgreich, da sich das Währungssystem inzwischen stärker am Kreuzer orientierte.

Heute gelten Petermännchen als charakteristische Zeugnisse der regionalen Münzgeschichte des Kurfürstentums Trier. Sie stehen exemplarisch für die Schwierigkeiten frühneuzeitlicher Geldpolitik – zwischen Silbergehalt, Nominalwert und dem Vertrauen der Bevölkerung.

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