Confoederatio Helvetica
„Confoederatio Helvetica“ ist die lateinische Bezeichnung für die Schweizerische Eidgenossenschaft, die im Jahr 1803 von Napoleon Bonaparte offiziell ausgerufen wurde. Diese Bezeichnung, oft auch verkürzt als „Helvetia“, findet sich seit 1850 regelmäßig auf Schweizer Münzen und Briefmarken. Die Verwendung lateinischer Länderbezeichnungen war bis ins 19. Jahrhundert auch in anderen Staaten verbreitet – heute ist die Schweiz das einzige Land, das diese Tradition konsequent weiterführt.
Mit der Neugründung der Eidgenossenschaft wurde auch der Franken als Staatswährung eingeführt. Das „Bundesgesetz über das eidgenössische Münzwesen“ legte ein einheitliches Münzsystem für alle Kantone fest. Um die neuen Prägungen klar von den alten Regionalwährungen zu unterscheiden, entschied man sich, die Münzen künftig mit dem lateinischen Landesnamen zu versehen. Seit 1879 tragen daher alle 5-, 10- und 20-Rappen-Stücke sowie die 5-Franken-Münze die Aufschrift „Confoederatio Helvetica“. Die ½-, 1- und 2-Franken-Münzen hingegen zeigen die kurze Form „Helvetia“.
Viele dieser Münzen – ebenso wie einige Briefmarken – sind zusätzlich mit dem Bildnis der Helvetia geschmückt, einer allegorischen Frauenfigur, die seit dem 17. Jahrhundert als Symbol der Schweiz gilt.