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Billonmünzen

Als Billonmünzen bezeichnet man Münzen aus einer Kupfer-Silber-Legierung, deren Silberanteil höchstens 50% (500/1000 fein) beträgt, meist jedoch deutlich darunter liegt. Der Begriff „Billon“ leitet sich vom französischen Wort für „Legierung“ ab und beschreibt somit kein reines Edelmetall, sondern eine Mischung, bei der Silber nur noch in begrenztem Umfang enthalten ist.

Historische Entwicklung

Billonmünzen sind kein Phänomen der Neuzeit, sondern bereits seit der Antike bekannt. So weisen zahlreiche keltische Prägungen einen reduzierten Silbergehalt auf. Auch im Römischen Reich kam es zu einer schrittweisen Verschlechterung des Münzsilbers: Der ursprünglich hochwertige Denar sank unter Kaiser Septimius Severus (193–211) in seinem Feingehalt deutlich ab, und auch der Antoninian verlor im 3. Jahrhundert zunehmend an Silberanteil.

Um den verminderten Edelmetallgehalt optisch zu kaschieren, griff man häufig zum sogenannten Weißsieden: Durch eine chemische Behandlung wurde die Oberfläche der Münze silbrig aufgehellt, sodass sie hochwertiger erschien, als es ihr tatsächlicher Metallwert vermuten ließ. Der englische König Heinrich VIII. (1509–1547) erhielt wegen der stark kupferhaltigen, oberflächlich versilberten Münzen seiner Zeit den Beinamen „Old Coppernose“, da bei stärkerer Abnutzung die kupferne Grundfarbe – besonders im Bereich des Porträts – sichtbar wurde.

Wirtschaftlicher Hintergrund

Billonmünzen entstanden häufig in Not- oder Krisenzeiten, wenn Edelmetalle knapp waren oder staatliche Finanzprobleme eine „Streckung“ des Silbers erforderlich machten – etwa während der Kipper- und Wipperzeit im frühen 17. Jahrhundert. Durch die Beimischung von Kupfer konnte mehr Umlaufgeld hergestellt werden, ohne den nominalen Wert unmittelbar zu verändern.

Gleichzeitig waren Billonlegierungen besonders bei kleineren Nominalen (Scheidemünzen) üblich. Hier stand weniger der Edelmetallwert im Vordergrund als die praktische Funktion im Zahlungsverkehr. In Deutschland betraf dies beispielsweise Stücke im Wert eines Achteltalers und darunter.

Auch in der Neuzeit fanden Billonlegierungen Verwendung: Die Silbermünzen der Weimarer Republik bestanden aus 500/1000 Silber, ebenso die 10-Mark-Gedenkmünzen der DDR (ab 1976) und die 20-Mark-Stücke (1977–1985).

Bedeutung für Sammler

Für Numismatiker sind Billonmünzen besonders interessant, da sie wirtschaftliche Krisen, Währungsreformen und staatliche Finanzpolitik unmittelbar widerspiegeln. Sie dokumentieren, wie stark Metallwert, Vertrauen und Geldumlauf miteinander verknüpft waren – und machen deutlich, dass Münzen nicht nur Zahlungsmittel, sondern auch Spiegel ihrer Zeit sind.

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