Judäa, 1/2 Prutah (1. Jh. v. Chr. bis 30 n. Chr.), Witwenscherflein, Jerusalem - Bronze
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Das „Scherflein der Witwe“ – eine über 2.000 Jahre alte Münze aus Jerusalem
Kaum eine antike Münze ist so eng mit einer der bekanntesten Erzählungen des Neuen Testaments verbunden wie das sogenannte „Scherflein der Witwe“. Die kleine Bronzemünze führt zurück in das antike Judäa zur Zeit des Hasmonäerkönigs Alexander Jannäus und damit unmittelbar in die Welt, in der auch Jesus von Nazareth lebte. Als über 2.000 Jahre altes Original verbindet sie antike Münzgeschichte mit einer außergewöhnlichen biblischen Überlieferung.
Das 1/2 Prutah wurde aus Bronze in der heiligen Stadt Jerusalem etwa von 100 v. Chr. bis 30 n. Chr. geprägt und war damit noch zu Lebzeiten Jesu im Umlauf. In der Erhaltung „sehr schön“ (ss) begeistert die mehr als zwei Jahrtausende alte Originalmünze bis heute mit gut erkennbaren Details. Als eines der kleinsten Nominale des damaligen Geldverkehrs vermittelt sie heute einen unmittelbaren Eindruck vom Alltag der Menschen im antiken Judäa.
Auf der Vorderseite ist häufig ein Rad mit acht Speichen zu erkennen. Die schlichte Gestaltung ist charakteristisch für die kleinsten Bronzemünzen jener Zeit und verdeutlicht zugleich, wie weit sich diese antiken Alltagsmünzen von den repräsentativen Silber- und Goldprägungen mächtiger Herrscher unterschieden.
Rückseitig zeigt die Münze meist einen Anker als Zeichen der Hoffnung. Dieser war ein häufig verwendetes Motiv auf den Münzen Alexander Jannäus' und knüpft an die hellenistische Bildsprache seiner Zeit an. Auch andere Prägungen des Hasmonäerkönigs aus Jerusalem zeigen ihn in unterschiedlichen Ausführungen.
Alexander Jannäus regierte das Hasmonäerreich von etwa 103 bis 76 v. Chr. und vereinte in seiner Person königliche und hohepriesterliche Macht. Unter seiner Herrschaft erreichte das jüdische Königreich eine beträchtliche territoriale Ausdehnung. Seine Münzen sind damit nicht nur Zahlungsmittel aus dem täglichen Leben, sondern zugleich historische Zeugnisse einer politisch bewegten Epoche Judäas unmittelbar vor der römischen Vorherrschaft. Numismatische Vergleichsstücke aus Jerusalem tragen sogar den Namen beziehungsweise Titel des Herrschers in paläohebräischer Schrift.
Seine besondere Bekanntheit verdankt das kleine Nominal jedoch seinem biblischen Bezug: Im Markus- und Lukasevangelium beobachtet Jesus eine arme Witwe, die zwei der kleinsten Münzen in den Opferkasten des Tempels wirft. Obwohl ihr Beitrag materiell gering erscheint, erklärt Jesus, sie habe mehr gegeben als die Wohlhabenden, weil diese aus ihrem Überfluss spendeten, die Witwe dagegen aus ihrer Armut alles gab, was sie zum Leben hatte. Kleine Bronzemünzen dieser Art waren zur Zeit Jesu noch im Umlauf und werden aufgrund dieser biblischen Erzählung traditionell als „Widow's Mite“ beziehungsweise „Scherflein der Witwe“ bezeichnet.
Ob genau diese Münze zu den im Neuen Testament erwähnten Geldstücken gehörte, lässt sich nach mehr als zwei Jahrtausenden naturgemäß nicht beweisen. Zeitlich und geografisch führt diese Münze jedoch unmittelbar in die Welt des Neuen Testaments: Solche kleinen Bronzemünzen waren in Judäa noch zu Lebzeiten Jesu gebräuchlich. Gerade diese außergewöhnliche Nähe zur biblischen Geschichte macht das „Scherflein der Witwe“ weit über die klassische Numismatik hinaus zu einem faszinierenden Zeugnis der Antike.
Hinzu kommt die enorme zeitliche Dimension: Als dieses kleine Stück Bronze im antiken Jerusalem den Besitzer wechselte, existierte das Römische Kaiserreich in seiner späteren Form noch nicht. Heute hat die Münze mehr als 2.000 Jahre Weltgeschichte überdauert. Kriege, Herrscher und ganze Reiche kamen und gingen – die Münze blieb erhalten und vermittelt heute einen unmittelbaren Eindruck vom alltäglichen Zahlungsverkehr im antiken Judäa.
Bestellen Sie das über 2.000 Jahre alte „Scherflein der Witwe“ am besten noch heute und lassen Sie sich die Gelegenheit auf ein echtes Original aus der Welt des Neuen Testaments nicht entgehen!
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| Ausgabeland: | Jerusalem |
| Durchmesser (mm): | 14.0 |
| Erhaltung: | (ss) Sehr schön |
| Feinheit: | Keine Angabe |
| Material: | Bronze |
| Nominal: | 0.5 |
| Prägezeitraum von: | 100 v. Chr |
| Prägezeitraum bis: | 30 n. Chr. |
| Raugewicht (g): | 1,4 |
| Veredelung: | ohne Veredelung |
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