Freistaat Anhalt, 25 Pfennig o.J. (J. N1), Notgeld - Eisen
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Anhalts einzige Notgeldmünze – 25 Pfennig als Zeitzeuge der deutschen Währungsnot
Als Inflation und wirtschaftliche Unsicherheit das deutsche Geldwesen nach dem Ersten Weltkrieg erschütterten, griffen nicht nur Städte und Unternehmen zu eigenen Ersatz-Zahlungsmitteln. Auch der Freistaat Anhalt gab in dieser schwierigen Zeit Notgeld aus – allerdings überwiegend in Form von Scheinen. Es entstand nur eine einzige staatliche Notgeldmünze: die 25 Pfennig „Anhaltisches Notgeld“. Damit nimmt das Stück eine besondere Stellung in der anhaltischen Münzgeschichte ein und erinnert heute an eine außergewöhnliche Phase der deutschen Geldgeschichte.
Die Notmünze gehört zur Jaeger-Nr. N1 und wurde aus Eisen in der Münzprägeanstalt L. Chr. Lauer in Nürnberg geprägt. Obwohl die Münze selbst keine Jahreszahl trägt, weist ihre Umschrift mit dem 31. Dezember 1924 ein konkretes Ablaufdatum aus. In der hervorragenden Erhaltung „sehr schön / vorzüglich“ (ss/vz) überzeugt sie mit einem klar erhaltenen Prägebild und zahlreichen gut erkennbaren Details.
Auf der Vorderseite steht die große Wertzahl „25“ im Mittelpunkt, eingefasst von einem dekorativen Seilkreis. Darum verläuft die ungewöhnliche Umschrift „EINLÖSBAR BIS 31. DEZEMBER 1924“. Damit trug das Notgeld sein eigenes Ablaufdatum direkt im Münzbild – ein besonders anschaulicher Hinweis auf seinen von vornherein begrenzten Charakter als Zahlungsmittel. Ein Perlkreis bildet den äußeren Abschluss.
Die Rückseite präsentiert das gekrönte Wappen Anhalts. Der geteilte Wappenschild vereint die heraldischen Symbole des Landes und seiner Herrschaftsgeschichte. Darüber spannt sich die schlichte, aber unmissverständliche Umschrift „ANHALTISCHES NOTGELD“, während auch diese Seite von einem Perlkreis eingefasst wird.
Anhalt hatte zu diesem Zeitpunkt bereits einen tiefgreifenden politischen Wandel erlebt. Mit der Novemberrevolution 1918 endete die Monarchie und aus dem Herzogtum wurde der Freistaat Anhalt innerhalb der Weimarer Republik. Hauptstadt blieb Dessau. Die schwierigen Nachkriegsjahre brachten jedoch enorme wirtschaftliche Belastungen mit sich. Inflation, Geldknappheit und schließlich die Hyperinflation von 1923 führten überall in Deutschland zu einer kaum überschaubaren Vielfalt von Notgeld, das von Ländern, Städten, Gemeinden und Unternehmen ausgegeben wurde.
Gerade vor diesem Hintergrund nimmt das anhaltische 25-Pfennig-Stück eine besondere Stellung ein. Während in zahlreichen Orten Anhalts ebenfalls eigenes Notgeld kursierte und bereits zuvor staatliche Notgeldscheine ausgegeben worden waren, blieb dieses Stück die einzige staatliche Notgeldmünze Anhalts. Ihr aufgeprägter Einlösungstermin zeigt zugleich, wie eng solche Ersatz-Zahlungsmittel an eine bestimmte wirtschaftliche Ausnahmesituation gebunden waren. Nach dem 31. Dezember 1924 verlor die Münze ihre Funktion als Zahlungsmittel.
Heute ist aus diesem einst nur vorübergehend benötigten Zahlungsmittel ein faszinierendes Stück deutscher Geschichte geworden. Die 25-Pfennig-Notmünze erzählt von Inflation und Währungsunsicherheit, vom Ende des Herzogtums und den politischen Umbrüchen der Weimarer Republik – und besitzt als einzige Notgeldmünze Anhalts einen ganz besonderen numismatischen Reiz.
Lassen Sie sich die 25 Pfennig nicht entgehen und bestellen am besten noch heute, bevor die einzige Notgeldmünze Anhalts eine andere Sammlung bereichert!
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| Ausgabejahr: | 1923 |
| Ausgabeland: | Freistaat Anhalt |
| Durchmesser (mm): | 24.5 |
| Erhaltung: | (ss/vz) Sehr schön / vorzüglich |
| Feinheit: | - |
| Material: | Eisen |
| Nominal: | 25 |
| Raugewicht (g): | 3,4 |
| Veredelung: | ohne Veredelung |
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