Bremen, Notgeld-Satz 10+20 Verrechnungspfennig (J. N42+43)
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Der Bremer Verrechnungspfennig – historisches Notgeld aus der Hansestadt Bremen
Der Notgeld-Satz aus Bremen mit 10 und 20 Verrechnungspfennig (J. N42 & N43) erinnert an eine der schwierigsten Zeiten der deutschen Geldgeschichte. Als die Hyperinflation das Deutsche Reich erschütterte und Kleingeld zur Mangelware wurde, schuf die Freie Hansestadt Bremen ihre eigenen Verrechnungsmünzen, um den Zahlungsverkehr aufrechtzuerhalten. Heute sind diese über 100 Jahre alten Originale wertvolle Zeitzeugen einer bewegten Epoche und faszinierende Zeugnisse der bremischen Münzgeschichte.
Der Notgeld-Satz in der sensationellen Erhaltung Stempelglanz umfasst den 10 Verrechnungspfennig (J. N42) und den 20 Verrechnungspfennig (J. N43). Beide Verrechnungsmünzen wurden aus Aluminium geprägt und nach der amtlichen Bekanntmachung der Finanzdeputation ab März 1924 in den Zahlungsverkehr gebracht.
Auf den Vorderseiten ist jeweils die große Wertzahl „10“ beziehungsweise „20“ zu sehen, umgeben von der Umschrift „BREMER VERRECHNUNGS-PFENNIG“. Die bewusst schlichte Gestaltung unterstreicht den funktionalen Charakter dieser außergewöhnlichen Notmünzen, die ausschließlich für den regionalen Zahlungsverkehr geschaffen wurden.
Die Rückseiten tragen den berühmten Bremer Schlüssel, das traditionsreiche Wahrzeichen der Hansestadt. Umgeben wird das Motiv von der Umschrift „FREIE HANSESTADT BREMEN“. Bis heute gilt der Schlüssel als Symbol für die jahrhundertealte Selbstständigkeit und den Stolz Bremens und verleiht den historischen Verrechnungspfennigen ihren unverwechselbaren Charakter.
Und genau diese Selbstständigkeit zeigte sich auch in einer außergewöhnlichen Entscheidung während der wirtschaftlichen Krisenjahre der Weimarer Republik: Im Frühjahr 1924 beschloss der Bremer Senat die Einführung wertbeständiger Verrechnungsmünzen, um den akuten Kleingeldmangel in der Endphase der Hyperinflation zu lindern. Neben den Nominalen zu 5, 10, 20 und 50 Pfennig wurden die Münzen ca. ab Mitte März 1924 ausgegeben und dienten für kurze Zeit als regionales Zahlungsmittel. Bereits im September desselben Jahres wurden sie wieder eingezogen, als sich mit der Reichsmark die Währung der Weimarer Republik stabilisierte. Gerade diese kurze Umlaufzeit macht die Bremer Verrechnungspfennige heute zu begehrten historischen Zeugnissen einer außergewöhnlichen Phase deutscher Geldgeschichte.
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| Ausgabeland: | Freie Hansestadt Bremen |
| Erhaltung: | (st) Stempelglanz |
| Feinheit: | - |
| Material: | Aluminium |
| Prägestätte: | () Keine Angabe |
| Veredelung: | ohne Veredelung |
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