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Die Inflation der Weimarer Republik: Eine schwierige Zeit - auch für die Numismatik

Sehr geehrte Damen und Herren,

als der Erste Weltkrieg vorübergegangen war und das Deutsche Reich in Trümmern lag, hofften die Deutschen auf bessere Zeiten - doch die Zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts begannen für die meisten Menschen hierzulande so, wie das vorherige Jahrzehnt geendet hatte - mit Hunger und Not, mit Entbehrung und Orientierungslosigkeit. Denn um die massiven Reparationszahlungen leisten zu können, schmiss die neue Reichsregierung die Notenpresse an. Die Folge: Eine Inflation, die sogar im Vergleich zur heutigen Zeit unvorstellbare Maße angenommen hatte.

Die extreme Not der damaligen Zeit spiegelt sich auch in der Münzprägung wieder. Anstelle von robusten Metallen kam vor allem das billige Aluminium zum Einsatz. Bereits im Jahr 1921 entschied sich die Regierung der Weimarer Republik, Umlaufmünzen mit einem Nennwert von 50 Pfennig auszugeben. Während der erste Jahrgang mit rund 7 Millionen Exemplaren heutzutage als vergleichsweise selten angesehen wird, kamen im Jahr 1920 insgesamt rund 165 Millionen Stück in Umlauf und im Jahr 1921 sogar rund 265 Millionen Stück sowie 1922 etwa 200 Millionen Stück.

Mit einer Auflage von insgesamt etwa 630 Millionen Stück war die Münze zu 50 Pfennig eine der meistgeprägten Umlaufmünzen der deutschen Geschichte. Und die Alu-Chips verschwanden schnell in der Versenkung, denn wegen der galoppierenden Inflation mussten neue Nominale her. So wurden im Jahr 1923 weitere Umlaufmünzen mit einem Nennwert von 200 und 500 Mark geprägt. Diese weisen im Vergleich zu den 50-Pfennig-Stücken eine deutlich geringere Dicke auf, um zusätzliches Material zu sparen. Mit rund 280 Millionen Exemplaren (200 Mark) und circa 90 Millionen Stück (500 Mark) handelte es sich bei den Umlaufmünzen aus Aluminium in numismatischer Hinsicht ebenfalls um Massenware.

Warum es schlichtweg keinen Sinn machte, nach der Ausgabe der Umlaufmünzen zu 200 und 500 Euro weitere Nominale zu entwickeln, zeigt ein Vergleich der Preisentwicklung im Jahr 1923. So kostete Mitte des Jahres in Berlin ein Ei noch 800 Mark und ein Kilo Kartoffeln 5000 Mark, waren es gegen Ende des Jahres 320 Milliarden Mark für ein Ei und 90 Milliarden Mark für das Kilo Kartoffeln. Ein US-Dollar entsprach 4,21 Billionen Mark.

Für die Deutschen ist die Hyperinflation des Jahres 1923 bis heute ein kollektives Trauma, das sich im Gedächtnis festgebrannt hat. Die Bilder von Menschen, die Geld in Schubkarren transportierten und es als Brennmaterial nutzen, sind bis heute nicht vergessen. Das Sparvermögen war wertlos geworden - der Staat konnte sich auf Kosten der Inflation jedoch sanieren und versuchen, die Kriegsschulden loszuwerden.

Spätestens im Jahr 1923 war also klar, dass Münzen zumindest im Zeitalter der Hyperinflation keine Zukunft mehr hatten. Die Reichsregierung warf stattdessen die Notenpresse an und aktualisierte die Nennwerte der Banknoten praktisch im Wochentakt. Der brutale Höhepunkt: Am 26.10.1923 wurde die höchste je in Deutschland ausgegebene Banknote in Umlauf gebracht. Ihr Nominalwert: 100.000.000.000.000 Mark, in Worten: Hundert Billionen Mark. Die Schallmauer von einer Million Mark wurde erstmals im Februar 1923 durchbrochen, die Million fiel im Juli 1923 und im November 1923 wurde die Ein-Milliarden-Marke erreicht.

Als die Siegermächte erkannten, dass die Deutschen ihre Kriegsschulden mit der Notenpresse beseitigen würden, änderten sie ihre Strategie. Der künftige Plan: Deutschland sollte wirtschaftlich gestärkt werden, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Auf dem Höhepunkt der Inflation wurde deshalb im November 1923 eine neue Währung eingeführt: Die Rentenmark. Fast ein Jahr später kam es zur Wiedereinführung der Reichsmark.

Mit ihr begann eine Zeit der Währungsstabilität - und eine Blütephase der Numismatik. Die Weimarer Republik begann damit, Umlaufgedenkmünzen mit Nennwerten zu drei und fünf Mark zu prägen, die durch eine prächtige Gestaltung und hohe Prägequalität auffielen. Abgebildet wurden runde Geburtstage von Städten sowie Persönlichkeiten. Diese Münzen erfreuten sich bereits damals großer Beliebtheit und zeichnen sich noch heute durch eine erstaunliche Wertstabilität aus.

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