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Die Mark im Kaiserreich: Eine Währung für alle Deutschen

Die meisten Menschen in Deutschland werden sich noch gut an die Einführung des Euro erinnern, an die Ausgabe der Starterkits und die ersten bunten Banknoten, die kurz nach dem Jahreswechsel 2001/2002 aus dem Geldautomaten kamen. Und es gibt noch immer viele Bundesbürger, die auch im Jahr 1948 dabei waren, als die Deutsche Mark eingeführt wurde. Eine andere Währungsreform ist dagegen inzwischen in Vergessenheit geraten, obwohl es sich dabei sozusagen um die Geburtsstunde der Mark handelt, wie wir sie bis heute kennen und als Deutsche Mark mit dem Wirtschaftswunder in Verbindung bringen.

Im Jahr 1871 wurde nach dem Krieg zwischen dem Norddeutschen Bund und Frankreich das Deutsche Kaiserreich gegründet. Der moderne Nationalstaat umfasste insgesamt 25 Gliedstaaten, die vorher als eigenständige Territorien auf der politischen Bühne agierten. Und dementsprechend hatten sie auch unterschiedliche Währungssysteme. Während im süddeutschen Raum vor allem der Gulden verbreitet war, rechnete man im Norden der deutschen Lande bevorzugt mit Talern. Und bei einem weiteren Blick zurück in die Geschichte wird deutlich, dass es noch zahlreiche andere Währungssysteme auf deutschem Boden gegeben hat.

Die Gründung des Kaiserreiches – brachte die einheitliche Währung Mark

Mit der Gründung des Kaiserreichs bekamen die Deutschen nicht nur ein gemeinsames Staatsoberhaupt, nämlich Wilhelm I. als König von Preußen und deutschen Kaiser. Sie konnten auch erstmals mit einer gemeinsamen Währung bezahlen. Die Mark wurde fortan als Zahlungsmittel für alle Teilgebiete des Kaiserreichs etabliert. Damit wurde ein Pendant zum Francs geschaffen, der beispielsweise in Frankreich oder Belgien gültig war. Daneben zählten die Lira aus Italien und das Pfund aus Großbritannien zu den wichtigsten Währungseinheiten in Europa.

Kurz nach der Gründung des Kaiserreichs begannen die deutschen Münzprägestätten mit der Herstellung des neuen Münzgeldes. Vorgesehen waren Scheidemünzen aus unedlen Metallen mit Nennwerten ab einem Pfennig, zudem wurden Goldmünzen mit Nominalen zu fünf Mark, zehn Mark und 20 Mark geprägt.

Die Mark im Kaiserreich war mit Gold gedeckt

Die Auswahl des Edelmetalls erfolgte nicht zufällig: Die Mark im Kaiserreich war mit Gold gedeckt. Jeder Bürger konnte also das Papiergeld, dass parallel zu den Münzen ab dem Jahr 1871 in Umlauf gebracht wurde, zu jeder Zeit bei der Reichsbank gegen eine festgelegte Menge Gold eintauschen. Somit entsprachen 20 Mark als Papiergeld einer Goldmünze zu 20 Mark mit einem Gewicht von circa sieben Gramm.

Mit der Deckung der eigenen Währung durch Gold passte sich das Deutsche Reich nicht nur an internationale Standards an, sondern sorgte auch für eine kontinuierliche Stabilität ihrer Währung. Zudem wurde die Mark aus dem Kaiserreich auch im grenzüberschreitenden Handel akzeptiert, weil auch die Goldmünzen der anderen europäischen Länder in Gold geprägt waren. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts hatte sich ein regelrechter Goldstandard in Europa entwickelt: Im Rahmen der so genannten „Lateinischen Münzunion“ vereinheitlichen zahlreiche Staaten ihre Münzprägung und gaben ihre Zahlungsmittel mit einheitlichen Gewichten und Feinheiten aus. Das Deutsche Reich war nicht Teil dieser Union, setzt aber trotzdem auf Gold.

Das deutsche Kaiserreich - bis heute eines der beliebtesten Münz-Sammelgebiete


Für Sammler und Anleger ist das deutsche Kaiserreich bis heute eines der beliebtesten Sammelgebiete überhaupt. Dies hat viele Gründe und der Einsatz von Gold und Silber als Münzmetall ist nur ein Aspekt. Die einzelnen Teilstaaten des Deutschen Reiches bekamen das Recht, entsprechend ihrer Größe und Einwohnerzahl ihre Münzen mit einer eigenen Bildseite zu gestalten. Während die Monarchien ihre jeweils herrschenden Staatsoberhäupter abbildeten, zeigten die Freien und Hansestädte ihre jeweiligen Stadtwappen. Die Motive wurden bei einem Regierungswechsel geändert, sodass eine Vielzahl von Königen, Großherzogen oder Fürsten auf den Münzen zu finden war.

Durch die sehr unterschiedliche Verteilung der Einwohnerzahlen gibt es im Deutschen Kaiserreich in numismatischer Hinsicht also sowohl Massenware als auch absolute Raritäten zu entdecken. Am weitesten verbreitet sind die Münzen aus dem Königreich Preußen, das im Deutschen Kaiserreich aufgrund seiner Größe und Einwohnerzahl die Vorherrschaft innehatte. Diese Münzen sind in normaler Erhaltung bereits für kleines Geld erhältlich. Ähnlich sieht es bei den Prägungen aus den übrigen Königreichen aus, also Bayern, Württemberg und Sachsen. Bei diesen Ländern ist allerdings bereits in schlechter Erhaltung ein Sammleraufpreis zu bezahlen und in besserer Erhaltung werden dreistellige oder sogar vierstellige Beträge gezahlt

Besonders spannend wird es für Sammler und Anleger bei den kaiserlichen Exoten. So haben beispielsweise auch kleine Territorien wie das Fürstentum Schaumburg-Lippe in heutigen Niedersachsen eigene Münzen geprägt. Staaten wie Waldeck-Pyrmont, Sachsen-Meiningen oder Braunschweig-Lüneburg gibt es heutzutage allenfalls noch als Landkreise oder historische Regionen, damals waren sie jedoch mit eigenen Münzen auf der numismatischen Landkarte sichtbar. Begehrt sind bei Sammlern zudem die Gedenkmünzen, die ab dem Jahr 1901 geprägt werden durften und beispielsweise Hochzeiten sowie Jahrhundertfeiern würdigten.

Und diese Raritäten erzielen bei Optionen stets Spitzenpreise. Zu den Rekorden zählt eine 20-Goldmark-Münze aus dem Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha, die im Jahr 2012 für einen Rekord Preis von 120.000 Euro versteigert wurde. Als unangefochtene Nummer eins der Kaiserreich-Münzen gilt eine Drei-Mark-Münze aus Sachsen, die im Jahr 1917 und somit mitten im Ersten Weltkrieg geprägt wurde. Mit einer Auflage von nur 100 Stück ist die Münze zu Ehren des Reformators Friedrich des Weisen eine numismatische Ikone. Doch auch wer das nötige Kleingeld im Gegenwert einer Eigentumswohnung für einen Silber-Friedrich nicht parat hat, findet im Kaiserreich zahlreiche spannende Sammelgebiete und Münzmotive für jedes Budget.

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