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Der Krügerrand: Eine lebende Legende in Gold und Silber

Wer Mitte der sechziger Jahre auf die Idee gekommen wäre, sein Geld in Gold anzulegen, hätte womöglich Szenen erlebt, wie sie heutzutage nur noch bei Behördengängen vorkommen. Der Bankberater hätte seinen Kunden womöglich schräg angeschaut und ihm dazu geraten, doch lieber in Aktien zu investieren oder das Geld aufs Sparbuch zu packen. Wenn die Bank überhaupt mit Gold gehandelt hat, war eine mehrwöchige Wartezeit nötig und das Edelmetall musste aufwändig bei der Zentrale geordert werden. Außerdem musste sich der Investor mit krummen Gewichtsangaben und Feinheiten auseinandersetzen, denn zu Anlagezwecken gab es damals ausschließlich historische Handelsmünzen wie den Sovereign aus Großbritannien oder die 20-Mark-Münzen aus dem Deutschen Kaiserreich.

Im Jahr 1967 wurde das Edelmetall-Investment jedoch grundlegend revolutioniert und es wurde der Grundstein für die Wertanlage in Gold gelegt, wie wir sie bis heute kennen und wie sie Millionen Menschen in Deutschland schätzen. Damals gab die südafrikanische Rand Refinery erstmals eine spezialisierte Anlagemünze mit einem Gewicht von einer Unze heraus. Die Prägung war in mehrerlei Hinsicht kurios und auffällig. Sie wies keinen Nennwert auf, es war also kein fester Gegenwert in der südafrikanischen Währung „Rand“ aufgeprägt. Zudem schimmerte die Goldmünze rötlich, denn sie bestand nicht aus purem Gold, sondern enthielt einen Kupferanteil.

Mitte der sechziger Jahre war Gold zu Anlagezwecken noch keinesfalls so weit verbreitet wie heutzutage. Das System von Bretton Woods sah feste Wechselkurse zwischen den wichtigsten Währungen der Welt vor und auch das Verhältnis zwischen US-Dollar und Gold war auf 35 Dollar pro Feinunze festgeschrieben. Allerdings geriet das System im Laufe der sechziger Jahre verstärkt ins Wanken und es war absehbar, dass eine neue Währungsordnung entstehen würde.

Die Südafrikaner erkannten diese Chance frühzeitig und reagierten mit einem Anlageprodukt, dass sich vor allem an private Investoren richtete. Mit der Feinunze wählte die Rand Refinery eine Gewichtseinheit aus, die bereits zuvor bekannt und etabliert war. Und mit dem Springbock sowie dem früheren südafrikanischen Präsidenten Paul Kruger kehrten ebenfalls zwei altbekannte Motive auf die Goldmünzen von Südafrika zurück. Der Springbock war bereits zuvor auf Mini-Goldmünzen mit einem Nennwert von einem und zwei Rand zu finden, Paul Kruger ließ sich auf historischen „Pont“-Münzen um die Jahrhundertwende in Gold verewigen.

Nachdem das Interesse an den Anlagemünzen aus Südafrika in den ersten Jahren eher verhalten war, setzte zu Beginn der siebziger Jahre ein regelrechter Edelmetall-Boom ein. Der Goldpreis explodierte im weiteren Verlauf des Jahrzehnts und damit auch die Prägezahlen für den Krügerrand. Es wurden erstmals Auflagezahlen von mehr als einer Million Stück pro Jahr erreicht und der Krügerrand war auch in Deutschland bei Banken und Sparkassen ein gern gesehenes Anlageprodukt.

Die Erfolgsgeschichte des Krügerrand schien unaufhaltsam, doch politische Rahmenbedingungen sorgten für eine Zäsur. Die rassistische Apartheid-Politik sorgte dafür, dass Südafrika zunehmend international isoliert wurde und Anleger auch die Hände vom südafrikanischen Gold wegließen. Währenddessen kamen andere Prägestätten auf die Idee, ein Stück vom Edelmetall-Kuchen für sich zu beanspruchen. Seit dem Ende der siebziger Jahre wurden zahlreiche andere so genannte „Bullion-Münzen“ entwickelt, die allesamt jedoch nach dem Vorbild des Krügerrand gestaltet wurden. So verzichten Mexiko und anfänglich auch China auf einen Nennwert für ihre Anlagemünzen und alle Länder folgten der Gewichtseinheit von einer Unze.

Das internationale Handelsembargo gegen Südafrika sorgte dafür, dass in den achtziger und neunziger Jahren die Karten auf dem Edelmetallmarkt neu gemischt wurden. Marktführer wurden die Royal Canadian Mint mit dem Maple Leaf, die United States Mint mit dem American Eagle. Und ab dem Ende der achtziger Jahre legte Österreich mit dem Wiener Philharmoniker eine Aufholjagd hin, wie man sie selten in der Münzenwelt gesehen hat. Erst nach der Jahrtausendwende gelang es den Südafrikanern, verloren gegangenes Vertrauen wiederherzustellen und die Nummer eins auf dem Edelmetall-Markt zu werden. Diese Position hat der Springbock bis heute.

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