<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom">
    <link href="https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/?sAtom=1" rel="self" type="application/atom+xml" />
    <author>
        <name>Münzen-Versandhaus Emporium-Hamburg</name>
    </author>
    <title>Blog / Atom Feed</title>
    <id>https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/?sRss=1</id>
    <updated>2026-10-01T03:25:41+02:00</updated>
    
        <entry>
            <title type="text">Die Kaiser Roms – zwischen Ruhm, Frauen, Macht und Tyrannei</title>
            <id>https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/wissenswertes/die-kaiser-roms-zwischen-ruhm-frauen-macht-und-tyrannei</id>
            <link href="https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/wissenswertes/die-kaiser-roms-zwischen-ruhm-frauen-macht-und-tyrannei"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Von Augustus und Trajan bis Nero und Caracalla: Die Münzen der römischen Kaiser bewahren die Porträts einiger der berühmtesten und umstrittensten Herrscher der Antike. Als rund 2.000 Jahre alte Originale machen sie Aufstieg, Macht und Abgründe des Römischen Reiches unmittelbar...
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Sie waren Götter auf Erden, Feldherren, Friedensbringer – und gefürchtete Tyrannen. Ihre Gesichter kennt man bis heute. Doch nichts macht die römischen Kaiser so greifbar wie die Münzen, die unter ihrer Herrschaft entstanden. 
 Kaum eine Epoche der Weltgeschichte fasziniert so sehr wie die Zeit der römischen Kaiser. Über Jahrhunderte lenkten Männer die Geschicke eines Reiches, das sich von Britannien bis nach Ägypten und von Spanien bis an die Grenzen Persiens erstreckte. Manche Kaiser gingen als große Staatsmänner in die Geschichte ein. Andere wurden von den antiken Geschichtsschreibern als Tyrannen, Verschwender oder sogar als Wahnsinnige verdammt. Und doch verbindet sie eines:  Ihre Porträts haben die Jahrtausende überdauert – auf Münzen, die vor rund 2.000 Jahren durch die Hände der Menschen des Römischen Reichs (und darüber hinaus) gingen.  
 Mit Augustus beginnt die eigentliche Kaiserzeit. Er beendet die Bürgerkriege und schafft eine neue politische Ordnung, die Rom Stabilität und eine außergewöhnliche Blütezeit beschert. Unter Trajan erreicht das Römische Reich seine größte territoriale Ausdehnung. Der Senat ehrt ihn als optimus princeps, als „besten Kaiser“. Auf ihn folgen Hadrian, der das gewaltige Reich bereist und mit dem Hadrians-Wall seine Grenzen sichert, Antoninus Pius, dessen Regierungszeit für Frieden und Stabilität steht, und schließlich Mark Aurel, der Philosoph auf dem Kaiserthron. Gemeinsam bilden diese Herrscher das Ideal der sogenannten  „Fünf Guten Kaiser“ . Ihre Münzen sind heute begehrte Zeugnisse einer Epoche, in der Rom auf dem Höhepunkt seiner Macht steht. 
  Doch Rom kennt auch eine andere Seite:  Wo unermessliche Macht konzentriert ist, entstehen auch außergewöhnliche Charaktere – oftmals angetrieben von ihren ebenso machthungrigen Kaiserinnen. 
 Der Berühmteste ist wohl Kaiser  Nero . Der Kaiser, der sich lieber als Künstler und Wagenlenker sah, wurde nach seinem Tod zum Inbegriff des schlechten Herrschers. Die Überlieferung verbindet ihn mit dem Brand Roms und der Christenverfolgung. 
  Domitian  wiederum zeigt, wie unterschiedlich ein Kaiser von seinen Zeitgenossen und von der Nachwelt beurteilt werden kann. Er regierte autoritär und geriet mit dem Senat in Konflikt. Nach seiner Ermordung wurde sein Andenken offiziell verfemt. Gleichzeitig war seine Regierung keineswegs ausschließlich von Willkür geprägt – auch seine Verwaltungs- und Finanzpolitik verdient Beachtung. 
 Besonders dramatisch ist die Geschichte von  Commodus , dem Sohn des hochverehrten Philosophen-Kaisers Mark Aurel. Statt das Bild seines Vaters fortzuführen, inszenierte er sich selbst als Gladiator und stellte sich in die Tradition des göttlichen Herkules. Damit wurde aus dem Kaiser ein Schauspieler seiner eigenen Macht. Seine Münzen sind deshalb besonders faszinierend: Sie zeigen nicht nur das Porträt eines Herrschers, sondern dokumentieren den Versuch, die eigene Person in den Rang eines mythologischen Helden zu erheben. 
 Mit  Caracalla  tritt schließlich einer der umstrittensten Kaiser des frühen 3. Jahrhunderts auf den Plan: Sein Aufstieg ist von einem mörderischen Machtkampf mit seinem Bruder  Geta  geprägt. Nach der Beseitigung seines Bruders regiert Caracalla zunehmend mit Unterstützung des Militärs. Sein Nachruhm ist entsprechend düster. Sie zeigen einen Kaiser, dessen Herrschaft von militärischem Denken, persönlicher Macht und dem Anspruch auf imperiale Größe geprägt ist. Auch numismatisch markiert Caracalla einen Wendepunkt: Er führte den Antoninian ein, eine Münze, die zwar mit zwei Denaren bewertet wurde, tatsächlich aber nur etwa das Eineinhalbfache eines Denars wog und damit eine weitere Entwertung der Währung bedeutete. So erzählt selbst das Metall eine Geschichte: Die Münze wird zum Spiegel der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung des Imperiums. 
 Varius Avitus Bassianus – besser bekannt als  Elagabal  – zählt ebenfalls zu den Kaisern, deren Nachruhm besonders düster ausfiel. Für die antike und die neuzeitliche Nachwelt wurde der Name Elagabal zum Symbol für Lasterhaftigkeit und Dekadenz der römischen Kaiserzeit sowie verhängnisvolle orientalische Kultureinflüsse. Ein schwerer Konflikt zwischen konservativem Römertum und der syrischen, religiösen Tradition, die der jugendliche Kaiser in Rom einführen wollte, überschattete seine kurze Regierungszeit.   Umso faszinierender sind seine Münzen: Sie dokumentieren die Herrschaft eines Kaisers, der versuchte, seine religiösen Vorstellungen und seinen Anspruch auf kaiserliche Macht im gesamten Reich sichtbar zu machen. 
  Augustus, Trajan, Hadrian, Antoninus Pius und Mark Aurel – die großen Kaiser des römischen Ideals.   
  Nero, Domitian, Commodus, Caracalla und Elagabal – die Herrscher der dunklen Seite Roms.  
 Sie könnten unterschiedlicher kaum sein. Doch eines verbindet sie: Ihre Münzen haben die Jahrtausende überdauert. Wer heute eine  römische Kaisermünze  besitzt, sammelt deshalb nicht einfach ein altes Stück Metall. Er besitzt ein Originaldokument der Antike. Ein Gegenstand, der einst als Geld durch die Hände römischer Bürger, Händler und Soldaten ging. Halten Sie Geschichte in Ihren Händen – mit den Gesichtern jener Männer, die Rom beherrschten und deren Namen noch 2.000 Jahre später bekannt sind. 
 Sichern Sie sich jetzt Ihre eigenen Münzen mit den Gesichtern jener Männer, die über das mächtigste Reich der Antike herrschten. Wer sich der Welt der  antiken Münzen  widmet, bewegt sich in einer  besonderen Liga der Numismatik . Denn zwischen gewöhnlicher Münzbegeisterung und der Leidenschaft für 2.000 Jahre alte Zeitzeugen liegt ein entscheidender Unterschied: Hier wird nicht nur gesammelt – hier wird kulturelles Erbe bewahrt. 
 Kaiser kommen und gehen, ihre  Münzen  bleiben und sind heute gefragter denn je. Ihre Wertentwicklung der letzten 20 Jahre hat selbst die Fachwelt überrascht.  Selbst Aktien oder Gold wurden von der Wertentwicklung der Münzen der Kaiser Roms überholt!  
  Nutzen Sie die Ihnen hier gegebene Gelegenheit und bestellen Sie noch heute!  
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-09-28T08:15:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Lunar-Serie der Perth Mint: Was steckt hinter dem Welterfolg?</title>
            <id>https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/wissenswertes/lunar-serie-der-perth-mint-was-steckt-hinter-dem-welterfolg</id>
            <link href="https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/wissenswertes/lunar-serie-der-perth-mint-was-steckt-hinter-dem-welterfolg"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Seit 1996 begeistert die Lunar-Serie der Perth Mint Anleger und Sammler mit den zwölf Tieren des chinesischen Tierkreises. 2027 steht die Ziege im Mittelpunkt – mit neuen Motiven auf Gold und Silber und der bewährten Verbindung aus Edelmetall, Limitierung und Sammelreiz. Lesen...
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Mit dem Drachen, der Schlange und zuletzt dem  Pferd  hat die  Perth Mint  in den vergangenen Jahren einige besonders publikumswirksame Tiere des chinesischen Tierkreises auf ihre Edelmetall-Anlagemünzen gebracht. Für 2027 folgt nun ein Motiv, das auf den ersten Blick etwas zurückhaltender wirkt: die  Ziege . Am 8. September 2026 hat die australische Prägestätte die neuen Bullion- und Sammlerausgaben der  „Australian Lunar Series III“  zum  „Year of the Goat“  auf den Markt gebracht. Es ist das  achte Motiv  innerhalb des  zwölfteiligen chinesischen Tierkreises  und der seit 2020 laufenden  dritten Lunar-Serie . 
 Dass die  Perth Mint  mit chinesischen Tierkreiszeichen weltweit Erfolg hat, ist keineswegs neu. Bereits 1995 stellte die Prägestätte ihr erstes großes Münzprogramm rund um die zwölf Tiere des Mondkalenders vor, die ersten Münzen erschienen für das Jahr 1996. Nach zwei vollständigen Zyklen begann 2020 mit der Maus die  Lunar-Serie III . Die  Perth Mint  gehörte damit zu den Pionieren, die ein asiatisches Kulturthema systematisch in ein international vertriebenes Edelmetallprogramm überführten. Inzwischen sind die jährlich wechselnden Lunar-Motive neben  Känguru ,  Kookaburra  und  Koala  zu einem Markenzeichen des australischen Münzprogramms geworden. 
 Hinter den Motiven der Lunar-Serie steht die  Legende von einem großen Wettrennen  der Tiere. Der Legende zufolge bestimmte der Jadekaiser auf diese Weise, welche zwölf Tiere in den Kalender aufgenommen werden sollten. Die Ziege erreichte gemeinsam mit dem Affen und dem Hahn den Fluss und half dabei, ihn zu überwinden. Schließlich kam sie als achtes Tier ins Ziel. Menschen aus den Geburtsjahrgängen 2015, 2003, 1991 oder 1979 werden daher dem Zeichen der Ziege zugerechnet. Und im chinesischen Tierkreis wird die Ziege mit Eigenschaften wie Kreativität, Mitgefühl, Ruhe und Widerstandskraft verbunden. 
 Bei den  Goldmünzen  hat Designer  Wade Robinson  diese Eigenschaften ungewöhnlich streng umgesetzt. Zu sehen ist eine einzelne Ziege, die auf einer kargen Bergfläche steht. Im Hintergrund erscheinen schroffe Landschaftsformen und ein einzelner Baum. Robinson recherchierte nach Angaben der  Perth Mint  verschiedene asiatische Ziegenrassen sowie deren Haltung und Verhalten. Sein Entwurf soll Widerstandskraft, innere Stärke und Weisheit mit der sanfteren Seite des Tieres verbinden. Die einsame Berglandschaft unterstreicht dabei vor allem die Beharrlichkeit des Tieres. Ergänzt wird das Motiv durch das chinesische Schriftzeichen für Ziege, die Aufschrift „GOAT 2027“ und das traditionelle „P“ der Perth Mint. 
 Deutlich anders fällt die Gestaltung der  Silbermünzen  aus.  Natasha Muhl  zeigt nicht ein einzelnes Tier, sondern eine Gruppe aus einer ausgewachsenen Ziege, einem Jungtier und einem Zicklein, die friedlich in einer Berglandschaft grasen. Die Zahl Drei ist bewusst gewählt. Das Motiv greift die chinesische Redewendung „Three Goats Bring Bliss“ auf, die sinnbildlich für das Ende des Winters, den Beginn des Frühlings, Erneuerung und einen glückverheißenden Neubeginn steht. Hinzu kommt ein blühender Pflaumenbaum als Symbol für Reinheit, Widerstandskraft und Hoffnung. Muhl kennt das Thema gut: Bereits die Lunar-Ziege der Perth Mint aus dem Jahr 2015 stammten von ihr. 
 Wie breit die  Perth Mint  ihre Lunar-Serie inzwischen aufstellt, zeigt das  Bullionprogramm   für 2027 :  Goldmünzen  sind in sieben Gewichten von 1/20 Unze bis zu zehn Unzen vorgesehen. Bei  Silber  reicht das zunächst angekündigte Angebot von einer halben Unze über eine und zwei Unzen sowie fünf Unzen bis zum Kilogramm. Eine Zehn-Kilogramm-Ausgabe soll später folgen. Hinzu kommt eine  Platinmünze  zu einer Unze. Damit spricht die Serie sowohl Käufer kleiner Goldstücke als auch klassische Ein-Unzen-Sammler und Interessenten an ungewöhnlich großen Silbermünzen an – es gibt also für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel eine  Ziegen-Münze . 
 Besondere Bedeutung besitzen traditionell die Ein-Unzen-Ausgaben. Die Goldmünze enthält eine Feinunze Gold mit einem Feingehalt von 99,99 Prozent und ist auf maximal 30.000 Exemplare begrenzt. Die entsprechende Silbermünze besteht ebenfalls aus 99,99 Prozent reinem Edelmetall, hier liegt die maximale Auflage bei 300.000 Stück. Beide sind gesetzliche Zahlungsmittel Australiens und gleichzeitig im Bullionprogramm der  Perth Mint  verortet, erreichen aufgrund ihrer Limitierung jedoch auch eine starke Nachfrage auf dem Sammlermarkt. 
 In der aufwändigen Gestaltung liegt ein wichtiger Grund für die außergewöhnliche Popularität der  australischen Lunar-Münzen . Während klassische Anlagemünzen häufig über Jahrzehnte dasselbe Grundmotiv zeigen, liefert die  Perth Mint  jedes Jahr ein vollständig neues Tierbild. Trotzdem bleiben Gestaltung, technische Daten und der übergeordnete Zwölfjahreszyklus miteinander verbunden. Für Sammler entsteht daraus ein klar definiertes Ziel: Wer mit der Maus 2020 begonnen hat, kann seine Sammlung Jahr für Jahr bis zum Schwein 2031 vervollständigen. 
 Hinzu kommt die ungewöhnliche Position zwischen Edelmetallanlage und klassischer Numismatik. Die Bullionausgaben bestehen aus Gold, Silber oder Platin nach Investmentstandard. Gleichzeitig wechseln die Motive jährlich und wichtige Standardgrößen  besitzen feste Höchstauflagen . Besonders die Begrenzung der Ein-Unzen-Ausgaben schafft einen  zusätzlichen Sammleraspekt , der bei gewöhnlichen Bullionmünzen nicht immer vorhanden ist. Wer eine  Lunar-Münze  kauft, erwirbt deshalb nicht nur eine bestimmte Menge Edelmetall, sondern zugleich einen konkreten Jahrgang innerhalb einer abgeschlossenen Motivfolge. Diese Doppelfunktion hat wesentlich zum Profil der Serie beigetragen. 
 Ein weiterer Erfolgsfaktor ist das Thema selbst. Der chinesische Tierkreis ist international verständlich und bietet gleichzeitig einen persönlichen Bezug: Viele Käufer suchen gezielt nach dem Tier ihres eigenen Geburtsjahres oder verschenken entsprechende Münzen zur Geburt, zu Geburtstagen oder anderen Anlässen. Die  Perth Mint  verstärkt diesen Effekt durch eine Bildsprache, die sich nicht auf eine bloße Tierdarstellung beschränkt, sondern chinesische Symbolik und erzählerische Elemente aufgreift. Selbst die Verpackungen der Sammlerausgaben sind Teil dieses Konzepts: Aneinandergereiht sollen die Schuber der  Lunar Series III  schließlich ein Diorama mit allen zwölf Teilnehmern des legendären Tierwettlaufs ergeben. 
  Was macht für Sie den besonderen Reiz der Lunar-Münzen aus: die jährlich wechselnden Motive, die chinesische Symbolik oder die Verbindung von Edelmetallanlage und Sammeln? Teilen Sie Ihre Meinung gerne in den Kommentaren mit uns!  
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-09-26T00:00:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Aufbruch statt Abgesang: Deutschland kann mehr</title>
            <id>https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/markt-trends/aufbruch-statt-abgesang-deutschland-kann-mehr</id>
            <link href="https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/markt-trends/aufbruch-statt-abgesang-deutschland-kann-mehr"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Deutschlands Wirtschaft steht unter Druck, doch neue Technologien, starke Unternehmen und wachsende Märkte bieten Chancen für einen neuen Aufbruch. Gleichzeitig behauptet sich Gold trotz hoher US-Zinsen und bleibt für Anleger eine wichtige Absicherung. Lesen Sie mehr…
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Wir Deutschen sind ziemlich gut darin geworden, unsere eigenen Probleme zu beschreiben. Zu viel Bürokratie, zu hohe Energiepreise, zu wenig Wachstum, zu wenige Fachkräfte, zu hohe Steuern. An Diagnosen herrscht kein Mangel. Manchmal entsteht allerdings der Eindruck, wir hätten uns mit der Diagnose inzwischen so ausführlich beschäftigt, dass für die Therapie kaum noch Zeit bleibt. 
 Nicola Leibinger-Kammüller, Vorstandsvorsitzende des Maschinenbauers Trumpf, hat dazu im Handelsblatt einen bemerkenswerten Gastbeitrag geschrieben. Schon die Überschrift ist eine kleine Provokation: „Der Aufbruch beginnt bei uns – worauf warten wir noch?“ Ihre These: Deutschland braucht nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine mentale Wende. Mehr Vertrauen in Unternehmen, mehr Freiheit und weniger von der Vorstellung, der Staat müsse wirtschaftlichen Erfolg planen und regulieren. 
 Ich finde, sie hat recht. Nicht mit jedem einzelnen Satz muss man übereinstimmen. Aber der Grundgedanke trifft einen wunden Punkt: Wir warten zu viel. Auf niedrigere Energiepreise. Auf weniger Bürokratie. Auf bessere Rahmenbedingungen. Auf das nächste Reformpaket. Vielleicht sogar darauf, dass irgendwann jemand kommt und uns erklärt, wie Deutschland wieder wachsen soll. 
 Ein Unternehmer kann sich diesen Luxus nicht leisten. Wenn ein Kunde abspringt, kann er nicht jahrelang darüber beraten, warum der Kunde abgesprungen ist. Er braucht einen neuen. Wenn ein Konkurrent ein besseres Produkt anbietet, muss er seines verbessern. Wenn eine Technologie sein Geschäftsmodell bedroht, muss er reagieren. Und wenn die Kosten steigen, muss er überlegen, wie er produktiver wird. 
  China hat nicht auf uns gewartet  
 Leibinger-Kammüller spricht einen Punkt an, der besonders wehtut. Der deutsche Maschinenbau habe die Geschwindigkeit unterschätzt, mit der China aufgeholt hat. Nicht alles lässt sich mit staatlichen Subventionen oder niedrigeren Kosten erklären. Chinesische Unternehmen entwickeln inzwischen selbst schnell neue Produkte und Technologien und greifen genau jene Märkte an, auf denen Deutschland jahrzehntelang besonders stark war. 
 Wie aktuell diese Warnung ist, zeigt eine Analyse der Europäischen Zentralbank aus dieser Woche. Die EZB sieht deutsche Unternehmen besonders stark vom industriellen Aufstieg Chinas betroffen. Der Grund ist ausgerechnet unsere bisherige Stärke: Deutschland und China konkurrieren inzwischen in ähnlichen Bereichen – Maschinenbau, Fahrzeuge und zunehmend technologisch anspruchsvolle Industrieprodukte. Gleichzeitig kauft China mehr davon selbst und benötigt entsprechend weniger Importe aus Europa. 
 Das ist keine angenehme Nachricht. Aber auch keine Einladung zur Resignation. Denn Deutschland kann noch etwas. Unsere Unternehmen verfügen über jahrzehntelange Erfahrung, hervorragend ausgebildete Ingenieure, Techniker und Facharbeiter, eingespielte Zuliefernetzwerke und in vielen Nischen über Weltmarktführer, deren Namen außerhalb ihrer Branche kaum jemand kennt. Dieses Wissen lässt sich nicht über Nacht kopieren. 
 Und es gibt neue Chancen. Leibinger-Kammüller nennt industrielle Künstliche Intelligenz, Halbleiter, Elektronik und automatisierte Fabriken. Ein weiteres Wachstumsfeld entsteht derzeit dort, wo man es vor einigen Jahren kaum vermutet hätte: in der Verteidigungsindustrie. Eine aktuelle Untersuchung der Hamburg Commercial Bank schätzt, dass von den für 2026 vorgesehenen 108 Milliarden Euro deutschen Verteidigungsausgaben rund 73 Milliarden direkt an Unternehmen fließen könnten. Gerade für den Mittelstand entstehen dadurch neue Märkte. 
  Jeder ist seines Glückes Schmied  
 Eine alte Lebensweisheit passt erstaunlich gut in die aktuelle wirtschaftspolitische Diskussion: Jeder ist seines Glückes Schmied. Das bedeutet nicht, dass der Staat unwichtig wäre. Im Gegenteil. Eine erfolgreiche Wirtschaft braucht gute Schulen, funktionierende Straßen und Schienen, Sicherheit, eine verlässliche Energieversorgung und Regeln, auf die man sich verlassen kann. Aber der Staat muss nicht das bessere Unternehmen sein. Er sollte dafür sorgen, dass Unternehmen gute Unternehmen sein können. 
 Und es gibt erste Anzeichen dafür, dass die Lage besser ist als ihr Ruf. Das Handelsblatt Research Institute hat seine Wachstumsprognose für Deutschland 2026 inzwischen auf 1,1 Prozent angehoben und erwartet für 2027 weitere 1,4 Prozent. Der ZEW-Index zeigt ebenfalls vorsichtigen Optimismus. Gleichzeitig warnt die Bundesbank zwar vor einer vorübergehenden Schwäche im dritten Quartal, sieht die deutsche Wirtschaft grundsätzlich aber weiter auf einem Erholungspfad. Das sind keine Zahlen für ein neues Wirtschaftswunder. Aber sie zeigen: Der Patient liegt nicht auf der Intensivstation. 
  Gold verdaut den Zinsschock  
 Während Deutschland also darüber diskutiert, wie ein wirtschaftlicher Aufbruch gelingen kann, haben die Finanzmärkte in dieser Woche ganz andere Sorgen beschäftigt: Die Rendite zehnjähriger amerikanischer Staatsanleihen hat zwischenzeitlich wieder die Marke von fünf Prozent überschritten: Ein Niveau, das zuletzt 2007 erreicht worden war. Am Dienstag lag sie noch bei rund 4,9 Prozent. Gleichzeitig rechnen die Märkte inzwischen mit weiteren Zinserhöhungen der Fed. Für Dezember wurde zuletzt eine Wahrscheinlichkeit von rund 90 Prozent eingepreist. Was bedeutet das für einen normalen Anleger? 
 Fünf Prozent Rendite bei einer amerikanischen Staatsanleihe sind eine echte Alternative. Wer Gold besitzt, bekommt keine Zinsen. Wer eine Anleihe hält, schon. Je höher die Renditen steigen, desto mehr muss Gold gewissermaßen erklären, warum man es trotzdem besitzen sollte. Trotzdem hält sich der Goldpreis oberhalb von 4.300 Dollar. Hohe Zinsen und Anleiherenditen mögen also auf den ersten Blick heftigen Gegenwind für Gold bedeuten, doch die Gründe für diese hohen Zinsen liefern gleichzeitig Argumente dafür. Die Inflation ist noch nicht besiegt, und steigende Finanzierungskosten belasten Staaten, Unternehmen und Verbraucher. 
 Dass sich Gold unter diesen Bedingungen behauptet, zeigt: Anleger halten das Edelmetall offenbar nicht nur wegen möglicher Kursgewinne, sondern weiterhin als Absicherung für den Fall, dass wirtschaftlich und politisch nicht alles nach Plan läuft. Das ist kein Widerspruch zum Optimismus. Im Gegenteil: Wer an die Zukunft glaubt, darf trotzdem für ihre Überraschungen vorsorgen. 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-09-23T13:15:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Letzter Glockentaler des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel</title>
            <id>https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/wissenswertes/letzter-glockentaler-des-fuerstentums-braunschweig-wolfenbuettel</id>
            <link href="https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/wissenswertes/letzter-glockentaler-des-fuerstentums-braunschweig-wolfenbuettel"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Der siebte und letzte Glockentaler von 1643 entstand inmitten des Dreißigjährigen Krieges und zeigt eine von drei Händen geläutete Glocke als eindrucksvolles Symbol der Hoffnung. Heute gehört der „Läute-Taler“ zu den äußerst seltenen Zeugnissen der Münzgeschichte Braunschweig-...
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Diese historische Silbermünze hat nicht nur wegen ihres Namens einen besonderen Wohlklang bei Deutschlands Sammlern: Der legendäre  Glockentaler  des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel – &amp;nbsp;&amp;nbsp;geprägt unter Fürst August dem Jüngeren! 
 Im Jahr 1643 ließ August II. (der Jüngere), Herzog zu Braunschweig-Lüneburg und Fürst von Braunschweig-Wolfenbüttel, in der Münzstätte Zellerfeld einen Taler mit Glocken-Motiv in sieben unterschiedlichen Varianten prägen.  Inmitten der blutigen Grausamkeit des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) diente der Taler, geprägt aus dem Edelmetall der Silberminen des Harzes, neben seinem Zahlungscharakter als Symbol der Hoffnung für eine baldige Befreiung Wolfenbüttels von den kaiserlich-katholischen Truppen.&amp;nbsp; 
 Experten sind sich einig, dass dieser – der siebte –  Glockentaler mit der „Läuteglocke“  zugleich auch der Ausdrucksstärkste ist: Während die vorangegangenen Glockentaler-Exemplare Glocken mit und ohne Klöppel zeigen, haben wir hier eine von drei Händen geläutete Glocke vor der Stadtansicht von Wolfenbüttel unter strahlender Sonne. Die drei Hände symbolisieren die Dreifaltigkeit „Vater, Sohn und Heiliger Geist“. 
 Die Befreiung der Stadt gelang noch vor dem Ende des  Prägejahres 1643 . Herzog August II., der als überaus gelehrter und diplomatischer Landesfürst galt, regierte das Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel bis zu seinem Ableben 1666 mit gütiger wie auch strenger Hand in selbstloser Weise. Neben seinen Münzen erinnert heutzutage vor allem die weltberühmte Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel an den bedeutenden Herrscher. 
 Der  „Läute-Glockentaler“  ist aufgrund seiner außergewöhnlichen Prägehistorie seit jeher weltweit äußerst begehrt und deshalb nur schwer am Markt zu finden. Darüber hinaus sind viele Silbermünzen während der damaligen Kriegswirren verloren gegangen. Über einen Zeitraum von sechs Jahren konnten unsere Numismatiker und Einkäufer auf dem globalen Markt unglaubliche 8 Exemplare zusammentragen! Bei der Seltenheit der Münze per se eine Sensation, aber leider als Menge nicht ausreichend, um alle Interessenten bedienen zu können. 
 Bestellen Sie am besten noch heute und Sie erhalten den  siebten und letzten Glockentaler  – den  „Läute-Taler“  – von Herzog August II. zum besonderen Vorteilspreis! Und mit unserer 0%-Finanzierung haben Sie die Möglichkeit, den Rechnungsbetrag in zinsfreien monatlichen Teilbeträgen zu begleichen. 
 Zudem erhalten Sie zu Ihrem Glockentaler von uns  wertvolles Zubehör gratis : Das kostbare Original ist perfekt geschützt in einer stabilen Hartklarsicht-Kapsel. Darüber hinaus liefern wir Ihnen Ihre eindrucksvolle, wertvolle und fast 400 Jahre alte Münze stilvoll und sicher eingebettet in einer edlen Holzkassette. Weiterhin garantieren wir Ihnen die Echtheit des Glockentalers mit einem persönlich von unserem Chef-Numismatiker Herrn Dr. Fischer unterschriebenen Echtheitszertifikat. 
 Niemand in Ihrem weiten Umfeld wird bislang diesen eindrucksvollen  „Läute-Taler“  gesehen und schon gar nicht in der Hand gehabt haben. So wird Sie so mancher sicherlich um diese wertvolle Rarität beneiden. 
 Unsere Empfehlung:  Bestellen Sie am besten jetzt sofort!  Aufgrund der zur Verfügung stehenden, geringen Menge muss die Lieferung streng nach Bestelleingang erfolgen und nur, solange der Vorrat reicht. 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-09-21T09:30:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Goldrausch vor 25 Jahren: Warum die „Goldmark“ bis heute Sammler und Anleger ...</title>
            <id>https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/wissenswertes/goldrausch-vor-25-jahren-warum-die-goldmark-bis-heute-sammler-und-anleger-begeistert</id>
            <link href="https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/wissenswertes/goldrausch-vor-25-jahren-warum-die-goldmark-bis-heute-sammler-und-anleger-begeistert"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Vor 25 Jahren löste die Goldmark einen regelrechten Ansturm aus und wurde zum spektakulären Abschiedsstück der Deutschen Mark. Zugleich legte sie den Grundstein für das moderne deutsche Goldmünzenprogramm und begeistert Sammler und Anleger bis heute. Lesen Sie mehr…
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Eigentlich passte bei dieser Münze kaum etwas zusammen. Auf ihr stand „1 DEUTSCHE MARK“, doch für eine Mark konnte man sie nicht bekommen. Sie sah fast genauso aus wie das vertraute Umlaufgeld, bestand aber aus zwölf Gramm Feingold. Herausgeber war nicht die Bundesrepublik Deutschland, sondern die Deutsche Bundesbank. Und obwohl eine Million Exemplare geprägt wurden, entwickelte sich schon vor dem Verkaufsstart eine regelrechte „fear of missing out“, also die Angst, etwas ganz Besonderes zu verpassen. Die  Goldmark  des Jahres 2001 war auf den ersten Blick voller Widersprüche. Doch gerade darin liegt ein wesentlicher Grund dafür, dass sie ein Vierteljahrhundert später noch immer zu den  bekanntesten deutschen Sammlermünzen  gehört. 
 Ihre Entstehung lässt sich nur vor dem Hintergrund des bevorstehenden Abschieds von der D-Mark verstehen. Anfang 2002 sollte das  Euro-Bargeld  eingeführt werden, nach mehr als fünf Jahrzehnten würde die  Deutsche Mark  aus dem Alltag verschwinden. Für diesen Einschnitt suchten Politik und Bundesbank nach einem besonderen Erinnerungsstück. Im Frühjahr 2000 nahm die Idee konkrete Formen an. Die Bundesregierung legte einen Gesetzentwurf vor, der die Ausgabe einer  1-DM-Goldmünze  ermöglichen sollte. Eine gewöhnliche Gedenkmünze war das nicht: Weil die  Deutsche Bundesbank als Herausgeberin  auftreten sollte, musste dafür eigens eine gesetzliche Grundlage geschaffen werden. Mit dem Projekt verbunden war außerdem die Errichtung einer Stiftung für geld- und währungspolitische Forschung, die zunächst „Stabiles Geld“ und später „Geld und Währung“ heißen sollte. 
 Bei der Gestaltung entschied man sich bewusst gegen Experimente. Wer die Münze betrachtete, sollte sofort an die  D-Mark  denken. Deshalb wurde das bekannte Einmarkstück nahezu unverändert übernommen: die große Wertziffer „1“ zwischen Eichenzweigen und die Aufschrift „DEUTSCHE MARK“ auf der einen Seite, der Bundesadler auf der anderen. Gerade diese Vertrautheit verlieh der  Goldmark  ihre emotionale Wirkung. Ein Gegenstand, den Millionen Menschen täglich benutzt hatten und der normalerweise aus Kupfernickel bestand, wurde plötzlich in nahezu reinem Gold ausgeführt. Lediglich die Umschrift auf der Adlerseite verriet, dass es sich um etwas grundsätzlich anderes handelte. Statt „BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND“ stand dort „DEUTSCHE BUNDESBANK“. 
 Die technischen Daten unterstrichen den besonderen Charakter. Die  Goldmark  bestand aus  Feingold 999,9 und wog zwölf Gramm . Mit 23,5 Millimetern Durchmesser blieb sie dem bekannten Vorbild äußerlich eng verbunden, war aber deutlich schwerer als das gewöhnliche Markstück mit 5,5 Gramm. Statt einer Randschrift erhielt sie sechs vertiefte Arabeskengruppen. Geprägt wurde in  Stempelglanz . Und noch ein Detail sollte für Sammler später wichtig werden:  Alle fünf deutschen Münzstätten  waren beteiligt. Berlin, München, Stuttgart, Karlsruhe und Hamburg fertigten  jeweils 200.000 Exemplare  mit den Münzzeichen A, D, F, G und J. Wer diese Ausgabe vollständig sammeln wollte, benötigte damit nicht eine, sondern fünf  Goldmark-Münzen . 
 Genau hier begann allerdings das Problem. Eine Million Stück hört sich zunächst nach einer gewaltigen Auflage an. Im Verhältnis zur erwarteten Nachfrage erwies sich diese Zahl jedoch schon früh als knapp bemessen. Banken, Sparkassen und Münzhändler erhielten immer mehr Reservierungswünsche. Zeitweise war von mehreren Millionen Interessenten die Rede. Wer einen vollständigen Satz aller fünf Prägestätten haben wollte, verschärfte den Wettbewerb um die verfügbaren Stücke zusätzlich. 
 Die Erwartung steigender Preise wurde von höchster Stelle zusätzlich befeuert. Nachdem das Gesetz Ende Dezember 2000 veröffentlicht worden war, folgte wenige Wochen später die  Erstprägung in Berlin . Bundesbankpräsident Ernst Welteke setzte persönlich die Prägemaschine in Gang. Fotografen und Kamerateams begleiteten das Ereignis. Welteke sagte einen Satz, der sich hervorragend für Schlagzeilen eignete:  „Diese Münze wird eine Wertsteigerung erfahren.“  Er bezeichnete sie sogar als „gute Wertanlage“. Damit war eine Erwartung formuliert, die weit über den Kreis klassischer Münzsammler hinauswirkte. Wer bislang vielleicht nur ein Erinnerungsstück an die D-Mark erwerben wollte, bekam nun zusätzlich die Aussicht auf einen möglichen Gewinn präsentiert. 
 Als die Nachfrage immer offensichtlicher die Auflage überstieg, begann eine öffentliche Diskussion über zusätzliche Münzen. Besonders deutlich wurde sie im Frühjahr 2001. Die „Bild“-Zeitung titelte am 19. Mai „Ansturm auf die goldene D-Mark“ und verlangte eine Aufstockung. Auch aus der Politik wurden Forderungen nach mehreren Millionen zusätzlichen Exemplaren laut. Doch Finanzministerium und Bundesbank  blieben bei der Million . Die Münzstätten waren ohnehin mit der Produktion der neuen  Euro-Münzen  ausgelastet, zudem hätte eine Änderung der Auflage eine Änderung des gesetzlichen Rahmens erfordert. Die Antwort aus Berlin lautete entsprechend knapp: „Das Gesetz wird nicht geändert.“ Damit war endgültig klar, dass nicht jeder Interessent eine  Goldmark  bekommen würde. 
 In den Wochen vor dem Verkaufsstart entstand daraus eine Eigendynamik. Münzhändler konnten selbst langjährigen Kunden nicht sicher zusagen, dass ihre Bestellungen erfüllt würden. Auch Banken und Sparkassen verfügten nur über begrenzte Kontingente. Gleichzeitig wurde immer häufiger darüber spekuliert, welchen Preis die  Goldmark  nach der Ausgabe erzielen könnte. Der ursprünglich vorgesehene  Ausgabepreis von ungefähr 250 DM  wirkte plötzlich weniger wie der endgültige Marktwert als vielmehr wie eine Eintrittskarte für diejenigen, die schnell genug waren. Am Tag vor dem Verkaufsstart titelte die „Bild“-Zeitung mit einem „Gold-Mark-Alarm!“, andere Medien meldeten: „Alle wollen die Goldmark.“ Aus einem numismatischen Sonderprojekt war ein Thema für die breite Öffentlichkeit geworden. 
 Am 26. Juli 2001 zeigte sich, wie groß die Begehrlichkeit tatsächlich war. Vor Landeszentralbanken bildeten sich schon am frühen Morgen Warteschlangen. In Stuttgart erschienen die ersten Interessenten gegen 5.30 Uhr. In Hamburg soll die Schlange zeitweise 60 bis 80 Meter lang gewesen sein. Auch Frankfurt und Berlin meldeten starken Andrang. Teilweise waren die vorhandenen Bestände bereits kurz nach Öffnung der Schalter vergriffen, in Frankfurt nach damaligen Berichten innerhalb von knapp einer Stunde. Wer keine Reservierung hatte und zu spät kam, musste hoffen, später auf dem freien Markt noch ein Exemplar zu finden. 
 Mit dem Abstand von 25 Jahren besitzt die  Goldmark  jedoch noch eine zweite historische Bedeutung. Sie war nicht nur das spektakuläre Abschiedsstück der alten Währung, sondern wurde zum Vorläufer eines  dauerhaften deutschen Goldmünzenprogramms . Schon 2002 folgten beim Übergang zum Euro Goldmünzen zu 100 und 200 Euro. Ab 2003 erschien jährlich die  100-Euro-Serie „UNESCO-Welterbestätten in Deutschland“ , später kamen weitere Nominale und Themenreihen hinzu. 2026 sind deutsche  Goldmünzen zu 20 ,  50  und  100 Euro  längst fester Bestandteil des Ausgabeprogramms. Die Goldmark steht deshalb an einer bemerkenswerten Schnittstelle: Sie verabschiedete eine Währung, die für mehrere Generationen zum deutschen Alltag gehört hatte, und eröffnete zugleich ein neues Kapitel der modernen deutschen Numismatik. 
  Erinnern Sie sich noch an den großen Ansturm auf die Goldmark im Jahr 2001 – und haben Sie damals selbst versucht, ein Exemplar zu bekommen? Berichten Sie uns gerne in den Kommentaren davon. Und falls Ihnen die Goldmark in Ihrer Sammlung noch fehlt:  Bei uns können Sie noch Exemplare bestellen!    
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-09-19T00:00:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Wohlstand ist kein Naturgesetz</title>
            <id>https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/markt-trends/wohlstand-ist-kein-naturgesetz</id>
            <link href="https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/markt-trends/wohlstand-ist-kein-naturgesetz"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Wohlstand muss immer wieder neu erarbeitet werden – für Staaten ebenso wie für Unternehmen und Gesellschaften. Gleichzeitig zeigt der Blick auf frühere US-Zinszyklen, warum kurzfristige Rückschläge beim Goldpreis wenig über seine langfristige Entwicklung aussagen. Lesen Sie mehr…
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Wohlstand hat eine unangenehme Eigenschaft: Man gewöhnt sich erstaunlich schnell an ihn. An volle Supermarktregale, sichere Arbeitsplätze, funktionierende Infrastruktur und daran, dass deutsche Unternehmen auf den Weltmärkten zu den Besten gehören. Irgendwann erscheint all das selbstverständlich. Ist es aber nicht. Daran hat der frühere Siemens-Chef Joe Kaeser in einem bemerkenswerten Interview erinnert. Er sorgt sich darum, dass Deutschland und Europa ihren Wohlstand verspielen könnten, wenn notwendige Veränderungen immer weiter hinausgeschoben werden. 
 Seine Warnung sollte man ernst nehmen. Denn vielleicht liegt genau hier eines unserer größten Probleme. Deutschland ist noch immer ein wohlhabendes Land. Unsere Unternehmen verfügen über Kapital, Patente und jahrzehntelange Erfahrung. Wir haben hervorragend ausgebildete Ingenieure, Techniker und Facharbeiter, einen starken Mittelstand und Produkte, die weltweit gefragt sind. Gerade dieser Erfolg kann allerdings trügerisch sein. Eine Fabrik verschwindet schließlich nicht über Nacht. Eine Maschine läuft weiter, auch wenn ihre modernere Nachfolgerin künftig in Amerika oder Asien steht. Und ein Unternehmen kann noch jahrelang Gewinne erwirtschaften, obwohl längst zu wenig in seine Zukunft investiert wird. Man könnte sagen: Wir leben teilweise von der Substanz. Das funktioniert eine erstaunlich lange Zeit. Aber eben nicht unbegrenzt. 
  Von nichts kommt nichts  
 Es gibt eine alte Lebensweisheit, die wirtschaftspolitisch wertvoller ist als manches hundertseitige Gutachten: Von nichts kommt nichts. Wohlstand muss erwirtschaftet werden, bevor er verteilt werden kann. Straßen müssen gebaut, Maschinen entwickelt, Menschen ausgebildet und Unternehmen gegründet werden. Wer morgen etwas verteilen möchte, muss heute dafür sorgen, dass jemand etwas produziert, eine Dienstleistung anbietet oder eine gute Idee in ein erfolgreiches Geschäft verwandelt. 
 Genau deshalb ist Kaesers Mahnung absolut nachvollziehbar. Wir diskutieren in Deutschland leidenschaftlich darüber, wie vorhandener Wohlstand verteilt werden soll. Wir sprechen aber manchmal erstaunlich wenig darüber, wo der Wohlstand der nächsten zwanzig Jahre eigentlich herkommen soll. 
 Nehmen wir die Energie. Deutschland ist eine Industrienation. Chemie, Stahl, Maschinenbau oder Automobilindustrie brauchen Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen. Wenn Strom und Gas hier dauerhaft deutlich teurer sind als bei wichtigen Konkurrenten, hilft irgendwann auch das beste Förderprogramm nicht mehr. Ein Unternehmen muss nicht Deutschland verlassen, um uns wirtschaftlich verloren zu gehen. Es genügt, wenn die nächste Fabrik anderswo gebaut wird. 
 Ähnliches gilt für Bildung und Leistungsbereitschaft. Wir werden China oder die USA nicht dadurch schlagen, dass wir billiger arbeiten. Wir müssen besser sein. Dafür brauchen wir gute Schulen, eine Berufsausbildung, auf die junge Menschen stolz sein können, und eine Gesellschaft, in der Leistung nicht als verdächtig gilt, sondern als Voraussetzung dafür, dass wir uns unseren Wohlstand weiterhin leisten können. 
 Dabei gibt es keinen Grund für Untergangsstimmung. Im Gegenteil. Deutschland besitzt etwas, das viele aufstrebende Volkswirtschaften erst über Jahrzehnte aufbauen müssen: industrielle Erfahrung, funktionierende Unternehmen, Kapital, Forschungseinrichtungen und einen international hervorragenden Ruf in zahlreichen Branchen. Uns fehlt nicht die Substanz. Wir müssen nur wieder mehr daraus machen. 
  Die Fed tut, was niemand gerne tut  
 Am Mittwoch hat die amerikanische Federal Reserve ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben. Es war die erste Zinserhöhung seit 2023. Die Entscheidung fiel einstimmig – und es war keine leichte Entscheidung. Denn höhere Zinsen verteuern Hypotheken und Unternehmenskredite. Sie bremsen Investitionen und erhöhen gleichzeitig die Finanzierungskosten des amerikanischen Staates. Trotzdem deutet die Fed an, dass der jüngste Schritt nicht unbedingt der letzte gewesen sein muss. Manchmal besteht verantwortliches Handeln eben nicht darin, das Angenehme zu tun, sondern das Notwendige. Das gilt für Unternehmen, für Staaten – und auch für Notenbanken. 
 Gold gefiel die Entscheidung zunächst überhaupt nicht. Nach der Zinserhöhung fiel der Spotpreis zeitweise um mehr als ein Prozent bis auf rund 4.240 Dollar je Feinunze. Gleichzeitig wurde der Dollar stärker. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen erreichte inzwischen fünf Prozent. Warum das Gold belastet, lässt sich einfach erklären: Ein Goldbarren zahlt keine Zinsen. Eine amerikanische Staatsanleihe inzwischen schon, und zwar reichlich. Wer sein Geld zu fünf Prozent verzinsen kann, überlegt sich genauer, ob er stattdessen Gold besitzen möchte. Damit scheint die alte Börsenregel bestätigt: Zinsen rauf, Gold runter. 
 Nur ist die Sache leider, oder für Goldanleger vielleicht erfreulicherweise, nicht ganz so einfach. Eine Auswertung der vergangenen zehn amerikanischen Zinserhöhungszyklen seit 1972 zeigt ein überraschendes Bild. Einen Monat nach der jeweils ersten Zinserhöhung lag Gold im Durchschnitt tatsächlich 0,7 Prozent niedriger. Kurzfristig funktioniert die bekannte Logik also durchaus. Danach änderte sich das Bild jedoch. Drei Monate nach Beginn der untersuchten Zinszyklen lag Gold im Durchschnitt bereits fünf Prozent höher. Nach sechs Monaten waren es 6,6 Prozent. Und zwölf Monate nach der ersten Zinserhöhung stand Gold in sieben von zehn Fällen höher als zuvor. Der durchschnittliche Zuwachs betrug 6,1 Prozent. Die Zinsentscheidungen hatten also in den allermeisten Fällen keine langfristige Bedeutung für die Goldpreisentwicklung. 
  Manchmal ist der erste Reflex nicht das letzte Wort  
 Und damit wären wir wieder bei einer Lebensweisheit, die Anleger gelegentlich beherzigen sollten: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Der erste Reflex nach der Fed-Entscheidung war eindeutig: Dollar rauf, Renditen rauf, Gold runter. Das ist nachvollziehbar. Die Geschichte zeigt jedoch, dass die ersten Stunden nach einer Zinserhöhung erstaunlich wenig darüber verraten, wo Gold ein halbes oder ein ganzes Jahr später steht. Für Gold bleiben deshalb dieselben Fragen entscheidend wie zuvor: Wie entwickelt sich die Inflation? Wie hoch steigen die realen Zinsen tatsächlich? Wie stark bleibt der Dollar? Wie entwickeln sich die geopolitischen Risiken? Und wie groß bleibt das Vertrauen in Staatsfinanzen und Geldpolitik? Diese Fragen sind noch lange nicht beantwortet – und diese Unsicherheit spricht auch künftig für Gold. 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-09-17T13:30:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">6 Kontinente. 6 historische Goldmünzen. Eine außergewöhnliche Kollektion.</title>
            <id>https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/wissenswertes/6-kontinente.-6-historische-goldmuenzen.-eine-aussergewoehnliche-kollektion.</id>
            <link href="https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/wissenswertes/6-kontinente.-6-historische-goldmuenzen.-eine-aussergewoehnliche-kollektion."/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Sechs historische Goldmünzen von sechs Kontinenten erzählen von Königen und Kaisern, Goldfunden, Weltreichen und bedeutenden Epochen. Gemeinsam verbindet die Golden Globus Collection den langfristigen Wert von Gold mit faszinierender Geschichte aus aller Welt. Lesen Sie mehr…
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Was wäre, wenn sich die Weltgeschichte in einer einzigen  Gold-Kollektion  versammeln ließe? Genau das macht diese Zusammenstellung so faszinierend:  Sechs historische Goldmünzen führen einmal rund um den Globus  – von Europa über Amerika, Asien und Afrika bis nach Australien. Jede Münze steht für einen Kontinent, eine Epoche und eine ganz eigene Geschichte. Gemeinsam werden sie zu einer außergewöhnlichen Weltreise durch die Geschichte des Goldes. 
  Europa:  Die  20 Lire aus Sardinien  erinnern an die Zeit des Königreichs Sardinien und damit an jene Epoche, in der die politische Einigung Italiens Gestalt annimmt. Eine Münze, die europäische Geschichte buchstäblich in Gold bewahrt und nur selten angeboten werden kann. 
  Nordamerika:  Die  5 Dollar „Liberty Head“ mit Motto  verkörpern die klassische amerikanische Goldprägung. Liberty auf der Vorderseite, der kraftvolle amerikanische Adler auf der Rückseite – ein Münzbild, das wie kaum ein anderes für das Selbstverständnis der jungen Vereinigten Staaten steht. 
  Südamerika:  Mit den  6.400 Reis der portugiesischen Königin Maria I.  aus Brasilien hält die Kollektion ein besonders eindrucksvolles Zeugnis der portugiesisch-brasilianischen Monarchie bereit. Die historische Goldmünze gehört mit 14,34 Gramm und einem Feingehalt von 917/1000 zu den stattlichen Goldprägungen ihrer Zeit. Nach über 10 Jahren konnten wir wieder einige Exemplare von einer portugiesischen Bank kaufen.&amp;nbsp; 
  Asien:  Der  in Indien geprägte Sovereign von Kaiser und König Georg V.  verbindet britische Monarchie und indische Münzgeschichte. Er erinnert an die globale Dimension des „British Empire“ und daran, wie weit die Bedeutung des Sovereign einst reichte. 
  Afrika:  Das  südafrikanische Pfund „Ohm Krüger“  führt mitten hinein in die Geschichte des Goldlandes am Kap. Mit dem Porträt von Paul Kruger steht es zugleich für eine Epoche, in der Südafrika durch seine Goldvorkommen zu einem bedeutenden Schauplatz der Weltgeschichte wurde. 
  Australien:  Der  australische Sovereign „Australia“ unter Königin Victoria  schließlich, steht für die Goldgeschichte des sechsten Kontinents. Die australischen Goldfelder machten das Land im 19. Jahrhundert zu einem der großen Goldproduzenten der Welt – und brachten Goldmünzen hervor, die heute zu den begehrten Zeugnissen dieser Ära zählen. 
  Gold, das Grenzen überwindet  
 Das Besondere dieser  Kollektion  liegt deshalb nicht allein in ihrem Edelmetallwert. Sechs Münzen aus sechs Teilen der Welt erzählen gemeinsam eine globale Geschichte: von Königen und Kaisern, von Kolonien und Nationen, von Goldfunden, Handelswegen und dem Aufstieg ganzer Staaten. 
 Und Gold selbst hat seine außergewöhnliche Bedeutung eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Der  Goldpreis ist in den vergangenen 20 Jahren massiv gestiegen : Nach aktuellen Daten lag der Zuwachs in Euro gerechnet bei rund 720 Prozent. Damit hat sich der Wert des Edelmetalls über diesen Zeitraum mehr als versechsfacht. Zugleich weist der World Gold Council darauf hin, dass Gold über lange Anlagezeiträume hinweg eine  starke Rendite-Entwicklung  gezeigt hat, auch wenn es zwischenzeitlich Schwankungen geben kann. 
 Doch diese sechs Goldmünzen sind mehr als eine Anlage in Edelmetall: Ihr eigentlicher Reiz liegt in der Verbindung von Gold, Geschichte und Weltgeltung. Wer eine Münze von jedem Kontinent sein Eigen nennt, besitzt nicht einfach sechs Goldstücke – sondern eine kleine Weltgeschichte in der Hand. 
  Sechs Kontinente. Sechs Epochen. Sechs Geschichten. Und ein gemeinsamer Wert: Gold.  
 Sichern Sie sich diese außergewöhnliche  Golden Globus Collection  und erhöhen Sie den Wert ihrer ganz persönlichen Sammlung nachhaltig um ein historisches Gold-Manifest, das auch für nachfolgende Generationen von größtem Wert sein wird. 
  Nutzen Sie die Ihnen hier gegebene Gelegenheit und bestellen Sie am besten noch heute, bevor die wenigen Kollektionen vergeben sind!  
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-09-14T08:00:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Erstmals Gesamtsieg für China: „Chinese Dragon“ wird Coin of the Year 2026</title>
            <id>https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/wissenswertes/erstmals-gesamtsieg-fuer-china-chinese-dragon-wird-coin-of-the-year-2026</id>
            <link href="https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/wissenswertes/erstmals-gesamtsieg-fuer-china-chinese-dragon-wird-coin-of-the-year-2026"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Premiere beim Coin of the Year 2026: Der „Chinese Dragon“ gewinnt als erste chinesische Münze den begehrten Gesamttitel. Die Silber-Anlagemünze verbindet traditionelle chinesische Symbolik mit einem internationalen Bullionkonzept. Lesen Sie mehr…
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Überraschung beim Münzen-Oscar: Die Volksrepublik China hat erstmals den Gesamtsieg beim internationalen Wettbewerb  „Coin of the Year“  errungen. Bei der Preisverleihung am 27. August 2026 im Rahmen der World’s Fair of Money in Pittsburgh wurde die  chinesische 10-Yuan-Silbermünze „Chinese Dragon“  zur Coin of the Year 2026 gekürt. Die Münze hatte zuvor bereits die Kategorie „Best Crown Coin“ für sich entschieden und setzte sich anschließend auch in der abschließenden Wahl unter den zehn Kategoriesiegern durch. Für die moderne chinesische Numismatik bedeutet die Auszeichnung eine Premiere. 
 Der Coin-of-the-Year-Wettbewerb bewertet jeweils Münzen des vorangegangenen Ausgabejahres. Für den Wettbewerb 2026 konnten deshalb Münzen mit der Jahreszahl 2025 eingereicht werden. Aus annähernd 600 vorgeschlagenen Ausgaben wählte das Nominierungskomitee zunächst die  „COTY 100“  aus, also jeweils zehn Münzen in zehn Kategorien. Die 100 Kandidaten stammten aus 41 Ländern und von mehr als 40 Münzstätten und Zentralbanken. Ein internationales Gremium von mehr als 100 Juroren bestimmte zunächst die Sieger in den Einzelkategorien und wählte anschließend aus diesen zehn Münzen den Gesamtsieger. 
 Die People’s Bank of China gab die  siegreiche Münze  am 18. März 2025 als gesetzliches Zahlungsmittel der Volksrepublik China aus. Geprägt wird sie von der Shenzhen Guobao Mint, der Vertrieb erfolgt über die China Gold Coin Group. Die Ausgabe ist ausdrücklich als  Anlagemünze  konzipiert und damit keine klassische chinesische Gedenkmünze mit kleiner Auflage. Die offiziell festgelegte maximale Auflage liegt bei zwei Millionen Exemplaren. 
 Auch die technischen Daten zeigen, dass China mit der neuen Ausgabe bewusst den internationalen Bullionmarkt anspricht: Die Münze besteht aus 99,9 % Silber, wiegt 31,104 Gramm und besitzt einen Durchmesser von 38 Millimetern. Der Nennwert beträgt 10 Yuan. Bemerkenswert ist insbesondere das Gewicht von einer Feinunze: Bei den bekannten chinesischen Panda-Anlagemünzen hatte China 2016 das zuvor verwendete  Unzensystem  aufgegeben und den Silber-Panda auf 30 Gramm umgestellt. NGC bezeichnet den „Chinese Dragon“ deshalb als erste chinesische Silbermünze seit fast einem Jahrzehnt, die wieder eine volle Feinunze wiegt. 
 Auf der Vorderseite verbindet die Münze ein international bekanntes chinesisches Wahrzeichen mit einer ungewöhnlich dynamischen Gestaltung. Zu sehen ist die Chinesische Mauer, die sich durch eine bergige Landschaft zieht. Hinzu kommen die Staatsbezeichnung der Volksrepublik China und die Jahreszahl 2025. Die Mauer erscheint dabei nicht als starres Bauwerk, sondern folgt in zahlreichen Windungen den Höhenzügen. Gerade dieses Zusammenspiel aus Motiv und fein strukturierten Flächen wurde auch in der Berichterstattung über den Coin of the Year Award als eine der gestalterischen Stärken der Münze hervorgehoben. 
 Noch stärker auf traditionelle chinesische Symbolik setzt die Rückseite. Sie zeigt einen chinesischen Drachen zwischen stilisierten Wolken. Der Entwurf stammt von Wang Hu Ming. Für die Gestaltung des Drachen griff der Künstler auf historische Vorbilder zurück: Als Inspirationsquellen werden ein  vergoldeter Drache aus der Tang-Dynastie sowie die berühmte Neun-Drachen-Wand in der Verbotenen Stadt in Peking  genannt. Der Drache steht in der chinesischen Kultur unter anderem für Macht, Stärke und Glück. Damit greift die Münze kein beliebiges dekoratives Motiv auf, sondern eines der zentralen Symbole der chinesischen Kulturgeschichte. 
 Nach dem Erfolg des ersten Jahrgangs wird die „Chinese Dragon“-Serie 2026 mit einer weiteren  10-Yuan-Münze aus einer Unze Silber  fortgesetzt. Für Sammler werden daneben verschiedene veredelte Varianten der 2026er Silbermünze angeboten. Dazu gehört ein  Set aus zwei Münzen mit Farbapplikation beziehungsweise Goldveredelung  sowie eine einzeln angebotene  kolorierte Ausgabe  mit einer Auflage von lediglich 1.000 Exemplaren. Besonders auffällig ist der auf 500 Sätze limitierte  „Fire &amp;amp; Ice“-Doppelsatz , bei dem das Drachenmotiv einmal in Rot-, Orange- und Goldtönen als Feuerdrache und einmal in Blau-, Türkis- und Silbertönen als Eisdrache erscheint. Hinzu kommt eine  goldveredelte Variante , deren Auflage ebenfalls mit 1.000 Exemplaren angegeben wird. 
 Hinter der Ausgabe steckt eine erkennbare internationale Strategie: Nach chinesischen Angaben sollte der „Chinese Dragon“ von Beginn an vor allem im Ausland vertrieben werden und als Anlageprodukt chinesische Kultur mit einem international gebräuchlichen Edelmetallstandard verbinden. Die Münze wurde somit ausdrücklich als Ergänzung zum etablierten Silber-Panda positioniert. Damit unterscheidet sie sich von zahlreichen chinesischen Sammlermünzen, die in erster Linie für den heimischen Markt oder zu einzelnen Gedenkanlässen erscheinen. Die Kombination aus einer Feinunze Silber, einem weltweit verständlichen Drachenmotiv und einer vergleichsweise hohen maximalen Auflage macht deutlich, dass hier eine  dauerhaft wahrnehmbare Bullionausgabe aufgebaut werden soll . 
 Beim Coin of the Year Award 2026 überzeugte der „Chinese Dragon“ zunächst in der Kategorie „Best Crown Coin“. Der Begriff bezeichnet im Wettbewerb großformatige Münzen, deren Fläche den Gestaltern besondere Möglichkeiten für eine detailreiche Ausarbeitung bietet. Gerade hier konnte die chinesische Ausgabe ihre Stärken ausspielen: Der plastisch modellierte Drache, die Wolken, die geschwungene Mauer und die feinen Hintergrundstrukturen ergeben ein Motiv, das traditionelle Bildsprache mit moderner Prägetechnik verbindet. Dass anschließend auch der Gesamtsieg gelang, zeigt, dass die internationale Jury die Münze nicht lediglich als gelungenes chinesisches Motiv, sondern als eine der überzeugendsten Neuerscheinungen des gesamten Jahrgangs 2025 bewertete. 
 Für Sammler dürfte der Preis die Aufmerksamkeit für den ersten Jahrgang der neuen Drachen-Ausgabe zusätzlich erhöhen. Daraus lässt sich allerdings nicht automatisch eine besondere Wertentwicklung ableiten: Mit einer maximalen Auflage von zwei Millionen Stück ist die reguläre Ausgabe grundsätzlich als breit verfügbares Anlageprodukt angelegt. Numismatisch interessant sind vielmehr die Kombination aus erstem Ausgabejahr, eigenständigem Bullionkonzept, traditionellem chinesischem Motiv und dem ersten chinesischen Gesamtsieg beim Coin of the Year. Der COTY-Titel macht den „Chinese Dragon“ damit vor allem zu einem dokumentierten Meilenstein innerhalb der modernen chinesischen Münzprägung. Zudem wurden in der Zwischenzeit mehrere Sonderausgaben mit speziellen Veredelungen veröffentlicht. 
 Der Wettbewerb war 2026 wie bereits in den Vorjahren stark: Neben China wurden neun weitere Münzen als Kategoriesieger ausgezeichnet. Österreich gewann mit der silbernen  20-Euro-Münze „Beliefs and Rituals - White Gold of Hallstatt“  die Kategorie „Most Historically Significant Coin“. Frankreich erhielt mit seiner  2-Euro-Ausgabe „Notre-Dame“  den Preis für die „Best Contemporary Event Coin“. Die Auszeichnung als „Best Gold Coin“ ging an die Vereinigten Staaten für die goldene  100-Dollar-Münze „American Liberty“ . 
 Einen weiteren Erfolg erzielte Österreich mit der  20-Euro-Silbermünze „Einstein Ring“ , die als „Best Silver Coin“ ausgezeichnet wurde. Ungarn gewann mit einer  200-Forint-Umlaufmünze zum Jubiläum der Ungarischen Akademie der Wissenschaften  die Kategorie „Best Circulating Coin“. Auch der Preis für die „Best Bimetallic Coin“ ging nach Österreich: Ausgezeichnet wurde die  25-Euro-Silber-Niob-Münze „Digitalization“ . Damit kam die  Münze Österreich  bei den zehn Kategorien auf insgesamt drei Siege. 
 Frankreich war ebenfalls dreimal erfolgreich. Die  10-Euro-Silbermünze „El Dorado - The Sower“  gewann als „Most Artistic Coin“, die ebenfalls zu  10 Euro ausgegebene Münze „90 Years of Lancôme“  erhielt den Preis als „Most Innovative Coin“. In der Kategorie „Most Inspirational Coin“ setzte sich schließlich die Ukraine mit der  5-Hrywnja-Münze „Let’s Hold the Line!“  durch. Über allen zehn Kategoriesiegern stand am Ende jedoch der chinesische „Chinese Dragon“ und damit erstmals in der Geschichte des Wettbewerbs eine Münze aus China als Coin of the Year. 
  Beeinflusst eine Auszeichnung wie der Coin of the Year Award Ihre Kaufentscheidung – würden Sie eine Münze vor allem deshalb kaufen? Teilen Sie Ihre Meinung gerne in den Kommentaren mit uns!  
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-09-12T00:00:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Die Märkte wetten auf die heile Welt: Wie lange geht das gut?</title>
            <id>https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/markt-trends/die-maerkte-wetten-auf-die-heile-welt-wie-lange-geht-das-gut</id>
            <link href="https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/markt-trends/die-maerkte-wetten-auf-die-heile-welt-wie-lange-geht-das-gut"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Die Finanzmärkte setzen auf Wachstum, sinkende Inflation, moderate Zinsen und steigende Aktienkurse zugleich – doch diese Rechnung wird zunehmend schwieriger. Zwischen hohen Energiepreisen, Inflationsrisiken und steigenden Zinsen behauptet sich Gold weiterhin auf hohem Niveau....
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Manchmal möchte man im Leben alles gleichzeitig haben. Mehr Freizeit und mehr Einkommen. Ein größeres Haus und niedrigere Kosten. Mehr Sicherheit und mehr Freiheit. Meistens merkt man früher oder später: Man muss sich für eine klare Richtung entscheiden. 
 An den Finanzmärkten scheint diese Erkenntnis derzeit noch nicht überall angekommen zu sein. Anleger setzen im Grunde auf vier Dinge gleichzeitig: Die Wirtschaft soll ordentlich wachsen. Die Inflation soll wieder zurückgehen. Die Notenbanken sollen die Zinsen nur moderat erhöhen. Und die Aktienkurse sollen natürlich trotzdem weiter steigen. 
 Jeder einzelne Wunsch ist nachvollziehbar. Nur passen alle vier immer schlechter zusammen. Darauf weist derzeit auch die Deutsche Bank hin. Der entscheidende Störenfried ist wieder einmal die Inflation. Vor allem die Energiepreise bereiten zunehmend Sorgen. Der Preis für ein Barrel Brent-Öl ist inzwischen sogar über die Marke von 100 Dollar gestiegen. Auch Erdgas ist deutlich teurer geworden. 
 Was bedeutet das für uns? Zunächst einmal nichts besonders Erfreuliches. Teures Öl verteuert den Transport, die Produktion und irgendwann auch viele Waren im Supermarkt. Unternehmen zahlen mehr für Energie und geben zumindest einen Teil dieser Kosten an ihre Kunden weiter. Genau so kann aus einem Ölpreisschock eine neue Inflationswelle werden. Und die Inflation war schließlich noch gar nicht richtig verschwunden. 
  Die große Wette auf billigeres Öl  
 Besonders interessant ist deshalb, was die Finanzmärkte für die kommenden Monate erwarten. Noch vor wenigen Tagen kostete Brent rund 96 Dollar, während Öl zur Lieferung in sechs Monaten deutlich billiger gehandelt wurde. Vereinfacht gesagt: Der Markt wettet darauf, dass sich die Situation wieder beruhigt. Die Spannungen rund um die Straße von Hormus sollen nachlassen, Öl soll billiger werden und damit auch der Inflationsdruck. 
 Das kann so kommen. Und es wäre uns allen zu wünschen. Aber was passiert, wenn die Rechnung nicht aufgeht? Genau hier beginnt das Problem, vor dem die Deutsche Bank warnt. Bleiben Energie und andere Rohstoffe teuer, könnten auch die Verbraucherpreise länger hoch bleiben. Dann können die Notenbanken nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. In Europa sehen wir bereits, wohin die Reise gehen könnte. Die Inflation im Euroraum ist im August auf 3,3 Prozent gestiegen. Die Deutsche Bank rechnet inzwischen damit, dass die Europäische Zentralbank ihre Zinsen nicht nur im September, sondern auch im Dezember um jeweils einen Viertelprozentpunkt erhöhen könnte. Noch vor Kurzem ging sie davon aus, dass bei 2,5 Prozent Schluss sein könnte. Jetzt hält sie 2,75 Prozent für wahrscheinlicher. 
 Ein Viertelprozentpunkt klingt nach wenig. Im richtigen Leben bedeutet er jedoch: Kredite werden teurer, Finanzierungen schwieriger und Investitionen weniger attraktiv. Für ein Unternehmen, das eine neue Produktionshalle finanzieren möchte, macht es einen Unterschied, ob Kapital billig oder teuer ist. Dasselbe gilt für die Familie, die ein Haus kaufen möchte. 
  Auf vier Hochzeiten gleichzeitig  
 Es gibt die alte Lebensweisheit: Man kann nicht auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen. Die Finanzmärkte versuchen es momentan sogar auf vier: Sie wollen Wachstum, niedrige Inflation, moderate Zinsen und steigende Aktienkurse gleichzeitig. Vielleicht gelingt dieses Kunststück noch eine Weile. Die Weltwirtschaft hat sich schließlich in den vergangenen Jahren erstaunlich widerstandsfähig gezeigt. Unternehmen haben Lieferketten umgebaut, neue Märkte gefunden und technologische Entwicklungen vorangetrieben. Gerade darin liegt auch ein Grund, nicht bei jeder schlechten Nachricht sofort den Untergang auszurufen. 
 Aber alle vier Wünsche lassen sich dauerhaft nicht unter einen Hut bringen: Bleibt das Wachstum kräftig und gleichzeitig die Inflation hoch, müssen die Notenbanken wahrscheinlich stärker bremsen. Steigen deshalb die Zinsen, werden Anleihen attraktiver und Unternehmensfinanzierungen teurer. Das wiederum kann Aktien belasten. Und bremsen die Notenbanken zu stark, kann schließlich das Wachstum leiden. Die Deutsche Bank bringt diese Schieflage im Kern auf eine ziemlich einfache Alternative: Entweder Energie und Inflation gehen zurück. Oder die Zinserwartungen müssen steigen. Oder die Preise von Aktien und anderen Risikoanlagen müssen irgendwann nachgeben. 
  Gold steckt mitten in diesem Widerspruch  
 Für Gold ist die gegenwärtige Lage besonders interessant. Auf den ersten Blick sind steigende Inflation und höhere Zinsen nämlich keineswegs automatisch gut für das Edelmetall. Bleibt die Inflation hoch und reagieren die Notenbanken mit weiteren Zinserhöhungen, steigen häufig auch die Renditen von Staatsanleihen. Dann bekommt Gold Konkurrenz. Eine Anleihe zahlt Zinsen, ein Goldbarren nicht. Genau dieser Zusammenhang hat den Goldpreis zuletzt immer wieder gebremst. 
 Am Mittwoch zeigte sich allerdings die andere Seite der Medaille. Obwohl die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen zeitweise auf rund 4,8 Prozent stieg, legte Gold kräftig zu. Der Spotpreis gewann mehr als ein Prozent und erreichte rund 4.414 Dollar je Feinunze. Unterstützung kam unter anderem vom schwächeren Dollar. Silber stieg sogar um mehr als drei Prozent, Platin um rund fünf Prozent. Das ist bemerkenswert. Denn Gold hält sich damit trotz hoher Zinsen und steigender Anleiherenditen auf einem außerordentlich hohen Niveau. 
 Dafür gibt es einen einfachen Grund: Anleger betrachten nicht nur die Höhe der Zinsen, sondern fragen zunehmend, was passiert, wenn die Notenbanken tatsächlich stärker bremsen müssen. Werden Kredite teurer, die Konjunktur schwächer und Aktien unruhiger, wächst das Bedürfnis nach Absicherung. Gold steckt deshalb momentan zwischen zwei Kräften. Höhere Zinsen belasten. Inflation, geopolitische Unsicherheit und die Sorge vor den Folgen dieser höheren Zinsen stützen. 
 Aber vielleicht sollte man in diesen Tagen ohnehin nicht nur auf den Goldpreis von morgen Vormittag schauen. Die entscheidende Frage lautet vielmehr, ob die großen wirtschaftlichen Wetten der vergangenen Monate tatsächlich gleichzeitig aufgehen können: Wachstum ohne neue Inflation. Höhere Energiepreise ohne Folgen. Steigende Zinsen ohne Belastung für Aktien und Immobilien. Hohe Staatsschulden ohne dauerhaft steigende Zinskosten. Vielleicht gelingt dieses Kunststück. Darauf verlassen würde ich mich nicht. Man kann eben nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen. 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-09-10T13:00:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Preußen – das Herz des Kaiserreichs</title>
            <id>https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/wissenswertes/preussen-das-herz-des-kaiserreichs</id>
            <link href="https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/wissenswertes/preussen-das-herz-des-kaiserreichs"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Preußen bestimmte die Entwicklung des Deutschen Kaiserreichs über Jahrzehnte entscheidend und hinterließ auch numismatisch bedeutende Spuren. Historische Gold- und Silbermünzen bewahren diese Epoche, wobei die Münzen der sogenannten „Key Dates“ zu den besonders begehrten Rarit...
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Wer die Geschichte des Deutschen Kaiserreichs verstehen will, kommt an Preußen nicht vorbei: Das Königreich war nicht nur einer von mehreren deutschen Staaten, die sich 1871 zum Deutschen Reich zusammenschlossen. Preußen war die politische, wirtschaftliche und militärische Kraft, die den Weg zur deutschen Einigung entscheidend bestimmte. Bei der Reichsgründung umfasste es rund 65 Prozent der Fläche und 62 Prozent der Bevölkerung des neuen Deutschen Reiches. 
 Eng verbunden mit diesem Aufstieg ist Fürst Otto von Bismarck. Als preußischer Ministerpräsident trieb er die Einigungspolitik voran. Der Sieg Preußens über Österreich 1866 beseitigte die österreichische Vorherrschaft und schuf mit dem Norddeutschen Bund unter preußischer Führung die politische Vorstufe des Kaiserreichs. Nach dem Krieg gegen Frankreich folgte der entscheidende Schritt: Am 18. Januar 1871 wurde im Spiegelsaal von Versailles der preußische König Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser proklamiert. Das Deutsche Reich war geboren – unter preußischer Führung. Ein Volk ein Kaiser – unter dem Reichskanzler Fürst Otto von Bismarck! 
  1871 – das Jahr, das Deutschland veränderte  
 1871 gehört zu den bedeutendsten Jahreszahlen der deutschen Geschichte. Wilhelm I. war fortan zugleich König von Preußen und Deutscher Kaiser. Preußen besaß im neuen Bundesstaat ein deutliches Übergewicht und stellte die politische Führung. Diese Verbindung aus Bundesstaatlichkeit, Monarchie und preußischer Staatsmacht sollte Deutschland für Jahrzehnte prägen. 
  1888 – drei Kaiser in einem Jahr  
 Kaum ein Datum vermittelt die Dynamik dieser Epoche so eindrucksvoll wie 1888. Nach dem Tod Wilhelms I. folgte Friedrich III., der jedoch bereits nach 99 Tagen starb. Sein Sohn Wilhelm II. bestieg den Kaiserthron. 
 Mit Wilhelm II. begann eine neue Phase des Kaiserreichs. Nach Bismarcks Entlassung 1890 entwickelte sich das Deutsche Reich zunehmend zu einer selbstbewussten Welt- und Großmacht. Wirtschaft, Industrie, Wissenschaft und Technik erlebten einen gewaltigen Aufschwung – zugleich verschärften sich politische und gesellschaftliche Konflikte. 
  1914-1918 – vom Glanz in die Katastrophe  
 Die letzte große Zäsur dieser Epoche tragen die Jahreszahlen 1914-1918. Großmachtstreben, Nationalismus, internationale Spannungen und Wettrüsten mündeten 1914 in den Ersten Weltkrieg. Aus dem erwarteten kurzen Feldzug wurde ein jahrelanger Krieg mit Millionen Toten und Verwundeten.  1918 zerbrach schließlich die monarchische Ordnung. Wilhelm II. dankte ab, das Kaiserreich endete und die politische Vorrangstellung der preußischen Monarchie war Geschichte. Preußen selbst bestand als Land jedoch weiter und wurde erst 1947 formell aufgelöst. 
  Preußen prägt Deutschland bis heute  
 Das Erbe Preußens wirkt dennoch fort. Die starke Stellung der Länder und die föderale Ordnung Deutschlands besitzen historische Vorläufer in der Entwicklung des Kaiserreichs. Auch in Verwaltung, Bildungswesen, Wissenschaft und Infrastruktur wirkten preußische Traditionen über das Ende der Monarchie hinaus.  Dabei darf Preußen nicht verklärt werden: Es steht ebenso für Obrigkeitsstaatlichkeit und Militarismus wie für Modernisierung, leistungsfähige Verwaltung und wirtschaftlichen Aufstieg. Gerade diese Ambivalenz macht seine Geschichte bis heute bedeutsam. 
  Münzen – die wertvollsten, historischen Zeitzeugen  
 Wer  Gold- und Silbermünzen dieser entscheidenden Epoche  sammelt, hält weit mehr als Edelmetall in den Händen. Sie sind authentische historische Dokumente: Sie zeigen Monarchen, Wappen und Herrschaftszeichen und spiegeln damit die politische Ordnung ihrer Zeit. 
 Besonders faszinierend sind die sogenannten  „Key Dates“  – also die mit den besonders historisch bedeutsamen Jahrgängen geprägten Münzen: 1871, 1872, 1874, 1888, 1914 und 1915: Das erste Reichsmünzgesetz erlaubte den Staaten des Deutschen Kaiserreichs, eigene Goldmünzen zu prägen. Mit der Ausprägung begannen sie bereits im Jahr 1872. Das Münzgesetz von 1873 vereinheitlichte anschließend die Silberwährung. Bereits ein Jahr später, 1874, wurden die ersten Silbermünzen mit den Porträts der jeweiligen Landesherrscher ausgegeben, darunter auch solche mit dem Bildnis des ersten deutschen Kaisers Wilhelm I. 
 Gerade deshalb dürfen Münzen mit diesen geschichtsträchtigen Jahreszahlen in keiner mit Liebe, historischem Bewusstsein und Nachhaltigkeit aufgebauten Deutschland-Sammlung fehlen. Sie bewahren nicht nur Gold und Silber, sondern Geschichte – und geben sie von Generation zu Generation weiter. 
 Nur bei Emporium Hamburg – Ihrem Experten-Haus für historische Numismatik – finden Sie diese besonderen Jahrgänge in einer wirklich sensationellen Bandbreite. Entdecken Sie jetzt die faszinierenden  Gold- und Silbermünzen aus der preußischen und kaiserlichen Epoche . Sichern Sie sich die historischen Jahrgangs-Raritäten und machen Sie Ihre Deutschland-Sammlung zu einem authentischen Spiegel deutscher Geschichte!  Bestellen Sie noch heute!  
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-09-07T11:15:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">World’s Fair of Money 2026: 250. Geburtstag der USA mit Trump-Dollar und extr...</title>
            <id>https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/wissenswertes/world-s-fair-of-money-2026-250.-geburtstag-der-usa-mit-trump-dollar-und-extrem-seltenen-double-eagles</id>
            <link href="https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/wissenswertes/world-s-fair-of-money-2026-250.-geburtstag-der-usa-mit-trump-dollar-und-extrem-seltenen-double-eagles"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Die World’s Fair of Money 2026 stand ganz im Zeichen des 250. Geburtstags der USA – mit neuen Gedenkmünzen, seltenen Messeausgaben und legendären Double Eagles. Für eine besondere Überraschung sorgte ein bislang unangekündigtes „July 4th“-Privy Mark auf dem neuen Trump-Dollar....
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Die umstrittene  Ein-Dollar-Kursmünze  mit dem Konterfei des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump war kaum bei den ersten Sammlern angekommen, da sorgte sie bereits für eine Überraschung: Auf der World’s Fair of Money in Pittsburgh entdeckte ein Numismatiker einen  Trump-Dollar  mit einem bis dahin nicht öffentlich angekündigten „July 4th“-Privy Mark. Es war nur eine von zahlreichen Geschichten, die die wichtigste amerikanische Münzenwoche des Sommers 2026 prägten, neben millionenschweren Raritäten, spektakulären Ausstellungen und zahlreichen Neuheiten der  United States Mint . 
 Die World’s Fair of Money wird von der American Numismatic Association, kurz ANA, veranstaltet und gehört zu den wichtigsten numismatischen Großveranstaltungen in den Vereinigten Staaten. Vom 25. bis 29. August kamen 2026 im David L. Lawrence Convention Center in Pittsburgh Sammler, Händler, Auktionshäuser, Grading-Unternehmen und Münzexperten zusammen. Hunderte Händler boten Münzen, Banknoten, Medaillen und andere Sammelobjekte an, hinzu kamen Vorträge, Fachveranstaltungen und teilweise museale Sonderausstellungen. Anders als eine klassische Münzbörse versteht sich die World’s Fair of Money deshalb zugleich als Handelsplatz, Branchentreffen und numismatischer Fachkongress. 
 Ein Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung war unübersehbar:  250 Jahre Vereinigte Staaten . Das Jubiläum der amerikanischen Unabhängigkeit zieht sich 2026 durch zahlreiche Münzausgaben der  United States Mint  – und in Pittsburgh konnten Besucher einige der wichtigsten Neuheiten unmittelbar erleben. Besonders viel Aufmerksamkeit bekam die neue  Semiquincentennial President Donald J. Trump 2026 $1 Coin . Ihre Vorderseite zeigt ein Porträt des amtierenden Präsidenten nach einem Foto von Daniel Torok, darüber stehen „LIBERTY“ und „IN GOD WE TRUST“, darunter die Doppeldatierung „1776 ~ 2026“. Auf der Rückseite ist das Präsidentensiegel zu sehen, wobei der Schild des Adlers die Zahl „250“ trägt. 
 Eigentlich beginnt der reguläre Verkauf der Trump-Dollar-Rollen und -Beutel durch die US Mint erst am 2. September.  Messebesucher kamen den übrigen Sammlern jedoch zuvor:  Am Stand der Mint stand ein Automat, der reguläre Exemplare der neuen Dollar-Münze zum Nennwert ausgab – maximal fünf Stück pro Person. Ein Fünf-Dollar-Schein hinein, fünf neue  Trump-Dollars  heraus. Damit gehörten die Besucher der World’s Fair of Money zu den ersten Sammlern, die fertige Exemplare der neuen Ausgabe erhalten konnten. Der Automat ist durch Messeberichte dokumentiert, eine eigene Pressemitteilung der Mint zu dieser Aktion liegt allerdings nicht vor. 
 Die eigentliche Überraschung folgte jedoch abseits des Automaten. Rene Alvarenga, Senior Numismatist bei dem US-amerikanischen Auktionshaus Heritage Auctions, untersuchte eine sogenannte Advanced-Delivery-Rolle der neuen  Dollar-Münzen  und entdeckte darin ein Stück, das sich von der regulären Ausgabe unterschied. Links neben dem Trump-Porträt, unmittelbar oberhalb eines Sterns, befand sich eine  kleine zweizeilige Zusatzmarkierung: „JULY 4th“ . Heritage kündigte an, die Münze der American Numismatic Association zu schenken. Besonders bemerkenswert war der Zeitpunkt: Als Alvarenga das Stück fand, hatte die  US Mint  diese Variante noch nicht öffentlich angekündigt. 
 Nur einen Tag später folgte die offizielle Bestätigung. Die Mint teilte mit, dass  250.000  Trump-Dollars mit dem „July 4th“-Privy Mark am 4. Juli 2026 in Philadelphia geprägt worden waren. Die Sonderstücke tragen kein Münzzeichen und besitzen die gewöhnliche Umlaufprägequalität. Sie sollen nicht separat verkauft werden, sondern zufällig unter die Trump-Dollar-Rollen und -Beutel gemischt werden, die ab dem 2. September erhältlich sind. Für Sammler entsteht damit eine moderne Variante mit klar begrenzter Auflage – und eine Suche, die bereits vor dem eigentlichen Verkaufsstart begonnen hat. 
 Der  Trump-Dollar  war allerdings keineswegs die einzige Mint-Neuheit in Pittsburgh. Pünktlich zum ersten Messetag erschienen neue  Morgan und Peace Silver Dollars  in Enhanced Uncirculated. Beide tragen zur Feier des 250. Jahrestages die  Doppeldatierung „1776 ~ 2026“ sowie ein Privy Mark in Form der Liberty Bell mit der Zahl 250.  Die Münzen bestehen aus 99,9 Prozent Silber und sind jeweils auf 250.000 Exemplare limitiert. Die starke Präsenz der US Mint mit Verkauf, Informationsangeboten und Veranstaltungen machte deutlich, welchen Stellenwert die World’s Fair of Money inzwischen auch für die Präsentation neuer US-Ausgaben besitzt. Begehrt war auch der  American Eagle in Silber mit der Jahreszahl 2026 . 
 Noch spektakulärer als die Neuheiten waren die Originale aus der Geschichte der US-Numismatik. Am 28. August wurden erstmals alle elf im Besitz der US-Regierung befindlichen  Saint-Gaudens Double Eagles 1933  gemeinsam ausgestellt. Die  Goldmünzen, die mit Jahreszahlen vor 1933  nah am Goldpreis gehandelt werden, gehören mit der Jahreszahl 1933 zu den berühmtesten und zugleich rätselhaftesten Ausgaben der amerikanischen Münzgeschichte. Dass die elf staatlich verwahrten Exemplare in Pittsburgh nebeneinander zu sehen waren, machte die Präsentation zu einem Ereignis, das selbst erfahrene Händler und Sammler als einen der Höhepunkte der Messe bezeichneten. Begleitende Veranstaltungen beschäftigten sich nicht nur mit der numismatischen Geschichte, sondern auch mit den jahrzehntelangen juristischen Auseinandersetzungen um die Stücke. 
 Auf den Händlerständen fanden sich daneben Goldbacks (also Phantasie-Banknoten, die mit einem geringen Goldwert besichert sind), colorierte Kupferprodukte, Pokémon-Motive und zahlreiche andere moderne Sammelobjekte. Gleichzeitig blieben  antike Münzen ,  Morgan Dollars  und  historische US-Münzen  zentrale Handelsbereiche. 
 Besonders begehrt sind auf der World’s Fair of Money jedes Jahr die speziellen  Messeausgaben , vor allem Varianten bekannter Anlagemünzen mit einem nur für die Veranstaltung verwendeten  Privy Mark . Auch 2026 gehörten dazu zwei Sonderausgaben des  Somalia Elefanten  aus der Serie  „African Wildlife“ : Der  Elefant aus einer Unze Feinsilber erschien mit einem Privy Mark „Point of View Statue“  in einer Auflage von nur 1.000 Exemplaren, die entsprechende  Goldausgabe  aus einer Unze Feingold sogar lediglich 100-mal. Solche Kleinstauflagen mit unmittelbarem Messebezug richten sich gezielt an Besucher und Variantensammler und gehören inzwischen zu den aufmerksam beachteten Sonderausgaben großer internationaler Münzbörsen. 
 International wurde es schließlich bei der Verleihung des  Coin of the Year Award  am 27. August. Erstmals ging der Gesamtsieg nach China. Ausgezeichnet wurde die chinesische  10-Yuan-Silbermünze „Chinese Dragon“  des Jahrgangs 2025 (inzwischen ist der  Folgejahrgang  mit  Farbapplikation , einzeln sowie im  Set , erhältlich. Das von Wang Hu Ming gestaltete Stück setzte sich in einem Wettbewerb durch, für den ursprünglich nahezu 600 Münzen geprüft worden waren. Die Preisverleihung unterstrich den internationalen Anspruch einer Messe, deren Schwerpunkt ansonsten stark auf dem amerikanischen Markt liegt. 
 Doch ausgerechnet eine kleine, zunächst kaum beachtete Zusatzmarkierung auf einer brandneuen Dollar-Münze lieferte eine der schönsten Sammlergeschichten der Woche. Während in den Vitrinen einige der bekanntesten Münzen der Welt lagen, zeigte der Fund des „July 4th“-Trump-Dollars, dass auch im Jahr 2026 noch etwas gilt, das Generationen von Sammlern antreibt:  Genau hinschauen kann sich lohnen.  
  Wie gefällt Ihnen der neue Trump-Dollar – und was halten Sie von der Aktion rund um das zunächst unangekündigte „July 4th“-Privy Mark? Teilen Sie Ihre Meinung gerne in den Kommentaren mit uns!  
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-09-05T00:00:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Gold nimmt Anlauf: Jetzt noch günstig einsteigen?</title>
            <id>https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/markt-trends/gold-nimmt-anlauf-jetzt-noch-guenstig-einsteigen</id>
            <link href="https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/markt-trends/gold-nimmt-anlauf-jetzt-noch-guenstig-einsteigen"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Nach dem Rekordhoch Ende August hat Gold kräftig korrigiert – und bereits wieder nach oben gedreht. Hohe Staatsschulden, geopolitische Risiken und die anhaltende Goldnachfrage der Zentralbanken sprechen weiterhin für das Edelmetall. Lesen Sie mehr…
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Manchmal muss man einen Schritt zurückgehen, um anschließend wieder nach vorne zu kommen. Was beim Anlauf zum Weitsprung selbstverständlich ist, sorgt an den Finanzmärkten regelmäßig für Nervosität. Kaum fällt Gold einige Tage, werden aus überzeugten Goldanlegern plötzlich Zweifler. Und kaum steigt der Preis wieder, fragen dieselben Anleger, ob sie den richtigen Einstiegszeitpunkt nicht längst verpasst haben. 
 Genau dieses Schauspiel konnten wir in den vergangenen Tagen wieder beobachten. Nach seinem Hoch von rund 4.660 Dollar Ende August legte Gold eine kräftige Verschnaufpause ein. Am Mittwochmorgen fiel der Preis zeitweise bis in die Nähe von 4.300 Dollar je Feinunze und damit auf den niedrigsten Stand seit Anfang August. Das klingt zunächst dramatisch. Dabei hatte Gold nur innerhalb weniger Tage einen guten Teil seiner vorherigen Gewinne wieder abgegeben. 
 Wer schon länger an den Finanzmärkten unterwegs ist, weiß allerdings, dass kein Preis in einer geraden Linie nach oben läuft. Nach einer kräftigen Rally sind Gewinnmitnahmen eher ein Zeichen eines funktionierenden Marktes als ein Grund zur Panik. Dies zeigte sich augenblicklich am vergangenen Mittwoch: Aus einem deutlichen Minus wurde plötzlich ein kräftiges Plus. Gold drehte im Tagesverlauf und gewann mehr als ein Prozent auf rund 4.374 Dollar. Vom Tagestief aus fiel die Bewegung noch eindrucksvoller aus. Auch Silber, Platin und Palladium zogen wieder an. Wer morgens noch den Abgesang auf die Edelmetalle anstimmen wollte, musste am Nachmittag bereits die Notenblätter austauschen. 
  Warum Gold plötzlich wieder glänzt  
 Die Erklärung dafür ist weniger kompliziert, als die täglichen Börsenberichte manchmal vermuten lassen. Einer der wichtigsten Gegner des Goldpreises waren zuletzt die stark gestiegenen Zinsen am amerikanischen Anleihemarkt. Zehnjährige US-Staatsanleihen warfen am Mittwoch zeitweise Renditen von rund 4,8 Prozent ab. Das ist für Gold unangenehm: Wer sein Geld vergleichsweise sicher für fast fünf Prozent verleihen kann, verlangt gute Gründe dafür, stattdessen ein Edelmetall zu besitzen, das keine Zinsen zahlt. Gleichzeitig war der Dollar auf den höchsten Stand seit mehreren Wochen gestiegen. Auch das belastete Gold. 
 Im Laufe des Mittwochs ließ dieser Druck jedoch nach. Die Renditen amerikanischer Staatsanleihen kamen von ihren Höchstständen zurück und auch der Dollar gab wieder etwas nach. Schon reichte der Gegenwind nicht mehr aus, um Gold unten zu halten. Hinzu kamen schwächer als erwartet ausgefallene Daten vom amerikanischen Arbeitsmarkt. Die Beschäftigung im privaten Sektor wuchs im August weniger stark als erwartet. Das ist noch kein Beweis für eine bevorstehende Wirtschaftsschwäche, lässt Anleger aber wieder genauer darüber nachdenken, wie weit die US-Notenbank mit höheren Zinsen tatsächlich gehen kann. Am Freitag folgt mit dem offiziellen amerikanischen Arbeitsmarktbericht die wesentlich wichtigere Zahl. 
 Damit steckt Gold momentan in einem interessanten Spannungsfeld: Auf der einen Seite sorgen hohe Ölpreise für neue Inflationsängste. Die jüngste Eskalation zwischen den USA und dem Iran hat Rohöl wieder deutlich verteuert. Höhere Energiepreise können die Inflation anheizen – und damit die US-Notenbank zu höheren Zinsen zwingen. Genau deshalb wurde an den Märkten zuletzt wieder ernsthaft über eine Zinserhöhung im September gesprochen. Auf der anderen Seite erhöhen dieselben geopolitischen Konflikte das Bedürfnis nach Sicherheit. Was Gold als Krisenschutz hilft, kann ihm über höhere Inflation und Zinsen gleichzeitig schaden. Verrückt? Vielleicht. Aber Finanzmärkte sind nun einmal selten so höflich, sich an einfache Lehrbücher zu halten. 
  Ist Gold jetzt also „günstig“?  
 Bei einem Goldpreis von mehr als 4.000 Dollar klingt das Wort „günstig“ zunächst etwas verwegen. Vor wenigen Jahren wären solche Kurse schließlich kaum vorstellbar gewesen. Gemeint ist deshalb etwas anderes: Wer ohnehin einen Teil seines Vermögens langfristig in Gold halten möchte, bekommt das Edelmetall derzeit deutlich günstiger als noch Ende August. Vom damaligen Hoch bei rund 4.660 Dollar hatte Gold bis zum Mittwochmorgen zeitweise mehr als sechs Prozent verloren. 
 Ob damit bereits der perfekte Einstiegskurs erreicht ist, weiß selbstverständlich niemand. Wer Ihnen verspricht, den Tiefpunkt auf Dollar und Cent vorherzusagen, verfügt über eine funktionierende Kristallkugel. Für langfristige Anleger, die sich nicht auf Hokuspokus verlassen möchten, sondern mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen stehen, ist die Frage nach dem „perfekten“ Einstiegskurs oder dem „fairen“ Preis von Gold ohnehin weniger wichtig. Entscheidend ist nicht, ob Gold morgen 50 Dollar höher oder niedriger steht, sondern ob man überhaupt welches besitzt – und ob die Gründe für Gold weiterhin aktuell sind. 
 Auch wir haben keine Kristallkugel, aber eines können wir sicher vorhersagen: An den Argumenten für Gold als Vermögensschutz hat sich erstaunlich wenig geändert. Die amerikanischen Staatsschulden haben inzwischen die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten. Weltweit kämpfen Regierungen mit hohen Defiziten und steigenden Zinskosten. Geopolitische Konflikte sind eher zahlreicher als weniger geworden. Gleichzeitig setzen Zentralbanken weiterhin auf Gold. Denn anders als bei einer Staatsanleihe hängt der Wert des Goldes nicht davon ab, dass ein Schuldner seine Verpflichtungen erfüllt. Voltaire soll diesen Gedanken einmal sehr drastisch auf den Punkt gebracht haben: „Papiergeld kehrt schließlich zu seinem inneren Wert zurück – null.“ 
 Eine interessante Nachricht kam ausgerechnet am Mittwoch aus den Niederlanden. Die niederländische Zentralbank teilte mit, in den vergangenen sechs Monaten 86 Tonnen Gold aus New York und Ottawa nach London verlagert zu haben. Begründung: Das Gold solle im Krisenfall besser handelbar und verfügbar sein. Man muss daraus keine Verschwörungstheorie basteln. Bemerkenswert ist es trotzdem: Während Privatanleger darüber diskutieren, ob Gold nach einem Kursrückgang noch attraktiv ist, beschäftigen sich Zentralbanken ganz praktisch damit, wo ihre Goldbarren im Ernstfall am besten liegen. 
 Somit kommt die wichtigste Erkenntnis dieser Woche nicht von politischen Analysten oder Charttechnikern, die mit mathematischen Modellen der Realität hinterherjagen. Es handelt sich stattdessen um eine simple Lebensweisheit: „Gut Ding will Weile haben.“ Niemand kann jeden Tag einen neuen Rekord aufstellen. Unternehmen investieren, konsolidieren und wachsen anschließend weiter. Menschen machen Urlaub und kommen hoffentlich mit neuer Energie zurück. Und selbst Gold darf nach einer kräftigen Rally einmal durchschnaufen. Es gibt viele gute Gründe, dass diese Verschnaufpause der vergangenen Tage nicht das Ende einer Aufwärtsbewegung war, sondern der Anlauf für die nächste Etappe. 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-09-03T10:00:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Totgesagte exportieren länger</title>
            <id>https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/markt-trends/totgesagte-exportieren-laenger</id>
            <link href="https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/markt-trends/totgesagte-exportieren-laenger"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Deutschlands Wirtschaft überrascht mit besseren Exportaussichten, leichtem Wachstum und steigender Zuversicht in den Unternehmen. Gleichzeitig bekommt Gold nach neuen US-Inflationsdaten einen Dämpfer – doch nicht jeder Rücksetzer bedeutet eine Trendwende. Lesen Sie mehr…
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Man muss normalerweise schon genau hinschauen, wenn man eine gute Nachricht über die deutsche Wirtschaft finden möchte. Umso erfreulicher ist es, wenn gleich mehrere davon auf einmal kommen: Das Bruttoinlandsprodukt ist im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent gewachsen. Das klingt bescheiden. Und das ist es auch. Von einem Boom kann keine Rede sein. Aber nach der langen Schwächephase bedeutet es immerhin: Die deutsche Wirtschaft ist ein kleines Stück größer geworden, statt erneut zu schrumpfen. Die Exporte legten im Quartalsvergleich sogar um zwei Prozent zu. Und nun meldet das ifo Institut auch noch deutlich bessere Stimmung in den Chefetagen: Der Geschäftsklimaindex stieg im August von 86,7 auf 88,8 Punkte. Übersetzt heißt das: Die Unternehmen beurteilen ihre Lage und vor allem ihre Aussichten wieder etwas zuversichtlicher. Von Hochstimmung sind wir weit entfernt, aber die Richtung stimmt. 
 Noch interessanter ist eine Zahl, die ebenfalls in dieser Woche veröffentlicht wurde: Die Exporterwartungen der deutschen Industrie sind von minus 2,8 Punkten im Juli auf plus 9,6 Punkte im August gesprungen. Das ist der höchste Stand seit Februar 2022 und zugleich der stärkste monatliche Anstieg seit mehr als sechs Jahren. Oder anders gesagt: Im Juli überwogen noch die Unternehmen, die mit schlechteren Exportgeschäften rechneten. Jetzt sind diejenigen klar in der Mehrheit, die für die kommenden Monate mehr Geschäft mit dem Ausland erwarten. Besonders optimistisch sind Unternehmen aus der Elektroindustrie sowie Hersteller von Computern, elektronischen und optischen Produkten. Auch die Automobilindustrie blickt wieder zuversichtlicher auf ihr Auslandsgeschäft. 
 Nun wäre es reichlich verfrüht, daraus das nächste deutsche Wirtschaftswunder abzuleiten. Denn die Verbraucher halten ihr Geld weiterhin zusammen und die Unternehmen sind noch nicht bereit, im großen Stil neue Maschinen, Anlagen und Gebäude zu finanzieren. Niedrigwasser, hohe Kosten und geopolitische Konflikte bleiben zusätzliche Belastungsfaktoren. Aber gerade deshalb sollten wir uns über die guten Nachrichten auch einmal freuen. Wer nur lange genug nach schlechten Nachrichten sucht, findet schließlich immer welche. Das gilt an der Börse genauso wie am Frühstückstisch. 
 Vielleicht sollten wir uns aber lieber daran erinnern, dass Wohlstand nicht per Beschluss in einem Ministerium entsteht. Wohlstand entsteht dort, wo morgens ein Betrieb aufgeschlossen wird, wo jemand eine Maschine wartet, ein Produkt entwickelt, einen Kunden überzeugt oder einem jungen Menschen erklärt, wie man eine vernünftige Arbeit abliefert. Erich Kästner hat es auf einen wunderbar einfachen Satz gebracht: „Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es.“ Das ist gerade für Deutschland ein brauchbarer wirtschaftspolitischer Ratschlag. Wir reden viel über Wettbewerbsfähigkeit, Fachkräftemangel und Transformation. Am Ende entscheidet aber nicht das nächste Strategiepapier, sondern ob Menschen etwas können, etwas wagen und etwas machen. 
 Die erfreulichen Wirtschaftsdaten dieser Woche sollte man also weder der Politik als großen Erfolg gutschreiben noch aus Prinzip kleinreden. Sie zeigen vor allem, dass deutsche Unternehmen unter schwierigen Bedingungen weiterhin wettbewerbsfähig sind. Im zweiten Quartal kam ein wesentlicher Wachstumsimpuls aus dem Ausland. Die deutsche Wirtschaft meldet sich also nicht zurück, weil jemand in Berlin einen neuen Fördertopf erfunden hat. Sie meldet sich zurück, weil noch immer irgendwo auf der Welt genügend Leute deutsche Waren kaufen möchten. 
  Gold bekommt einen kleinen Dämpfer  
 An den Finanzmärkten war die wichtigste Zahl dieser Woche ebenfalls schnell erklärt. In den USA lag die von der Notenbank besonders beachtete PCE-Inflationsrate im Juli bei 3,7 Prozent. Die Kernrate ohne Energie und Lebensmittel verharrte bei 3,3 Prozent. Was bedeutet das? Die Preise steigen weiterhin deutlich schneller, als es der Federal Reserve lieb sein kann. Ihr langfristiges Ziel liegt bei zwei Prozent. Solange die Inflation deutlich darüber liegt, kann die Fed die Zinsen nicht einfach kräftig senken und muss im ungünstigsten Fall sogar noch einmal über eine Erhöhung nachdenken. 
 Genau darauf reagierten die Finanzmärkte. Nach Veröffentlichung der Zahlen wurde wieder etwas stärker darauf gewettet, dass die Fed im September die Zinsen noch einmal anheben könnte. Eine weitere Zinserhöhung ist damit keineswegs ausgemachte Sache, aber eben auch nicht vom Tisch. Gleichzeitig legte der Dollar zu. Für Gold ist diese Kombination normalerweise keine gute Nachricht. 
 Der Goldpreis fiel am Mittwoch zunächst um rund 1,3 Prozent auf etwa 4.595 Dollar je Feinunze. Das klingt nach einem ziemlich schlechten Tag. Man sollte allerdings die Perspektive nicht vergessen: Noch am Dienstag hatte Gold den höchsten Stand seit Mitte Mai erreicht. Das Edelmetall gab also einen Teil seiner jüngsten Gewinne wieder ab. Silber verlor ebenfalls, ebenso Platin. Nach einer kräftigen Aufwärtsbewegung darf auch ein Edelmetall einmal Luft holen, ohne dass gleich der große Trendbruch ausgerufen werden muss. Trotz hoher US-Zinsen, eines weiterhin starken Dollars und wiederkehrender Gewinnmitnahmen hält sich Gold auf einem historisch außergewöhnlich hohen Niveau. 
  Nicht jeder Rücksetzer ist eine schlechte Nachricht  
 In Deutschland müssen die besseren Stimmungsdaten irgendwann auch in einem höheren Aufkommen an Aufträgen, Investitionen und Beschäftigung ankommen. Aber bevor ein Unternehmer eine neue Maschine bestellt oder einen zusätzlichen Mitarbeiter einstellt, muss er zunächst daran glauben, dass sich das Geschäft lohnt. Insofern sind 88,8 Punkte noch kein Grund, den Sekt kaltzustellen – aber durchaus einer, das Glas einmal nicht halb leer zu betrachten. Der Exportweltmeister von vorgestern ist noch lange nicht abgeschrieben. Oder mit anderen Worten: Totgesagte exportieren eben manchmal länger. 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-08-31T11:45:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Kunst, Geschichte, Silber: Die faszinierende Welt der Silber-Gedenkmünzen des...</title>
            <id>https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/wissenswertes/kunst-geschichte-silber-die-faszinierende-welt-der-silber-gedenkmuenzen-des-deutschen-reichs-zur-zeit-der-weimarer-republik</id>
            <link href="https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/wissenswertes/kunst-geschichte-silber-die-faszinierende-welt-der-silber-gedenkmuenzen-des-deutschen-reichs-zur-zeit-der-weimarer-republik"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Die Silber-Gedenkmünzen der Weimarer Republik spiegeln eine Epoche zwischen politischem Umbruch, kultureller Blüte und wirtschaftlichen Krisen wider. Als historische Zeitzeugen verbinden sie eindrucksvolle Münzkunst mit Seltenheit und Sammlerwert. Lesen Sie mehr…
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Kaum eine Epoche der deutschen Geschichte ist so widersprüchlich wie die Jahre der Weimarer Republik. Eine Republik, die immer auf dem schmalen Grat zwischen Aufbruch und Abgrund wandelt: 1918 endet das Kaiserreich, 1919 entsteht mit der Weimarer Verfassung die erste deutsche parlamentarische Demokratie. Was folgt, sind nur 14 Jahre zwischen Neubeginn und Niedergang: Revolution und Demokratie, politische Gewalt und gesellschaftlicher Aufbruch, Hyperinflation und wirtschaftliche Stabilisierung, kulturelle Blüte und schließlich die Weltwirtschaftskrise. Gerade diese Gegensätze machen die Jahre von 1919 bis 1933 so faszinierend. Deutschland verändert sein Gesicht – und seine Münzen erzählen davon. 
  Gedenkmünzen als Spiegel ihrer Zeit  
 Die Weimarer Republik bringt eine Reihe von  Silber-Gedenkmünzen  hervor, die zu den eindrucksvollsten Prägungen der deutschen Numismatik zählen. Sie sind keine gewöhnlichen Umlaufmünzen. Ihre Aufgabe besteht vielmehr darin, historische Ereignisse, bedeutende Persönlichkeiten und nationale Erinnerungsmomente dauerhaft im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. 
 So werden Dichter und Denker wie Goethe, Schiller und Lessing gewürdigt, historische Persönlichkeiten und Ereignisse erhalten ihren Platz auf den Münzen, Städte und Regionen werden zu Motiven. Besonders bemerkenswert: Die junge Republik greift dabei immer wieder auf die große deutsche Geschichte zurück. Sie macht sich kulturelle Traditionen zu eigen, die weit über das Kaiserreich und die Monarchie hinausreichen. Damit entsteht ein faszinierendes Spannungsfeld: Eine republikanische Staatsordnung präsentiert sich auf Münzen mit den geistigen und historischen Größen einer jahrhundertealten deutschen Tradition. 
  Silberne Zeitzeugen einer bewegten Republik  
 Auch das Material besitzt Symbolkraft: Silber gehört seit Jahrhunderten zu den klassischen Münzmetallen und verbindet diese modernen Gedenkprägungen mit einer langen deutschen Geldtradition. Doch die  Silbermünzen der Weimarer Republik  sind zugleich Kinder einer völlig neuen Zeit: Sie entstehen nach dem Zusammenbruch der Monarchie, nach Krieg und Revolution, während sich Deutschland politisch und gesellschaftlich neu definiert. 
 Nach dem Ende des Kaiserreichs 1918 entsteht mit der Republik eine neue politische Ordnung, die von Beginn an gewaltigen Herausforderungen ausgesetzt ist. Revolution, politische Unruhen, Reparationsforderungen, Ruhrbesetzung und schließlich die Hyperinflation von 1923 prägen die ersten Jahre. Doch auf die Krisenjahre folgt eine Phase relativer Stabilität, in der Deutschland kulturell, wirtschaftlich und gesellschaftlich einen bemerkenswerten Wandel erlebt. 
  Entwicklung des Mehrwerts  
 Wer eine  Silber-Gedenkmünze  der Weimarer Republik in Händen hält, besitzt einen historischen Zeitzeugen ersten Ranges, schließlich sind diese Münzen auch aus finanzieller Sicht interessant. Viele Ausgaben werden deutlich höher bewertet als ihr Silbergehalt – insbesondere Stücke mit geringer Auflage, seltenen Jahrgängen und in Top-Erhaltung. Entscheidend dabei: Seltenheit, Nachfrage unter Sammlern, Erhaltungsgrad und die historische Bedeutung eines Motivs beeinflussen den Sammlerwert erheblich. Gerade gut erhaltene und gesuchte  Weimarer Gedenkmünzen  haben deshalb über Jahrzehnte eine bemerkenswerte Wertentwicklung erfahren. Wer heute eine seltene historische Münze erwirbt, besitzt neben ihrem materiellen Wert ein Stück deutscher Geschichte, dessen Angebot naturgemäß nicht beliebig vermehrbar ist. 
 Und genau hier liegt die außergewöhnliche Stellung dieser Münzen in der deutschen Numismatik: Sie verbinden Geschichte und Kunst, Politik und Kultur, Edelmetall und Erinnerung. Die  Silber-Gedenkmünzen der Weimarer Republik  sind deshalb weit mehr als Sammelobjekte. Sie sind Geschichte im Münzrund – authentisch, greifbar und bis heute von einer erstaunlichen Ausdruckskraft. 
 Ob als Einstieg in die deutsche Numismatik, als Ergänzung einer Sammlung historischer deutscher Münzen oder als gezielte Sammlung der  Weimarer Gedenkprägungen : Dieses Sammelgebiet eröffnet einen faszinierenden Zugang zu einer der spannendsten Epochen Deutschlands: Jede Münze setzt dabei einen eigenen Akzent. Zusammen ergeben sie ein beeindruckendes Porträt jener Republik, die zwischen Tradition und Moderne, Hoffnung und Krise ihren Weg suchte. 
 Entdecken Sie die  Silber-Gedenkmünzen der Weimarer Republik  – und halten Sie ein Stück deutscher Geschichte in den Händen.  Nutzen Sie die Gelegenheit und bestellen am besten noch heute!  
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-08-31T10:00:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Luxemburg nach dem Thronwechsel – ein neues Gesicht für den Euro, alte Liebe ...</title>
            <id>https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/wissenswertes/luxemburg-nach-dem-thronwechsel-ein-neues-gesicht-fuer-den-euro-alte-liebe-zu-varianten</id>
            <link href="https://www.muenzkurier.de/neuheiten/wissenswertes/wissenswertes/luxemburg-nach-dem-thronwechsel-ein-neues-gesicht-fuer-den-euro-alte-liebe-zu-varianten"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Mit Guillaume V. beginnt 2026 eine neue Ära für Luxemburgs Euromünzen – vom neuen Kursmünzenporträt bis zu den ersten 2-Euro-Gedenkmünzen seiner Regentschaft. Zugleich bleibt Luxemburg seiner außergewöhnlichen Variantenvielfalt treu. Lesen Sie mehr…
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Der Thronwechsel liegt in Luxemburg nun bereits 11 Monate zurück – im Geldbeutel ist er jedoch erst seit wenigen Wochen in vollem Gange: Denn nach einem Vierteljahrhundert mit Großherzog Henri beginnt für die  luxemburgischen Euromünzen  eine neue Epoche. Guillaume V. ist nicht mehr nur Staatsoberhaupt, sondern inzwischen auch das Gesicht auf Cent- und Eurostücken. Am 13. Juli 2026 setzte die  Banque Centrale du Luxembourg  die neue Kursmünzenserie offiziell in Umlauf. 
 Dabei war die Numismatik der Politik sogar einige Tage voraus. Bereits am 26. September 2025, eine Woche vor der Abdankung Henris, präsentierte die Zentralbank die künftigen Münzbilder. Am 3. Oktober folgte dann der eigentliche „Trounwiessel“: Henri dankte im Großherzoglichen Palast ab, Guillaume legte um 11 Uhr vor der Chambre des Députés seinen Eid ab und wurde damit als  Guillaume V. neues Staatsoberhaupt . Die Münzbilder waren zu diesem Zeitpunkt also längst festgelegt – ein ungewöhnlicher Moment, in dem Sammler schon sehen konnten, wie sich ein politischer Einschnitt wenige Monate später auf Metall niederschlagen würde. Die Henri-Münzen verschwinden damit übrigens nicht: Sämtliche  luxemburgischen Euromünzen  seit 2002 bleiben gesetzliches Zahlungsmittel und zirkulieren parallel zu den neuen Ausgaben weiter. 
 Die acht neuen Kursmünzen von 1 Cent bis 2 Euro stammen von der italienischen  Münzgestalterin Chiara Principe  und bilden keine bloße Porträtkorrektur der bisherigen Serie. Für die drei Nominalgruppen entstanden  drei eigenständige Kompositionen . Auf 1, 2 und 5 Cent erscheint Guillaume angeschnitten im Profil neben einer heraldisch stilisierten luxemburgischen Flagge. Die Nominale zu 10, 20 und 50 Cent verbinden ein vollständigeres Porträt mit demselben Flaggensymbol. Bei 1 und 2 Euro tritt dagegen der luxemburgische Löwe hinzu – der „Roude Léiw“, dessen Verwendung zugleich an ältere Münztraditionen des Großherzogtums anknüpft. Die zwölf europäischen Sterne umschließen die Motive vollständig, „LËTZEBUERG“ identifiziert das Ausgabeland, und unter dem Hemdkragen findet sich mit „CP“ die Signatur der Künstlerin. 
 Auch ein Detail alter monarchischer Münztradition wurde bewusst weitergeführt: Guillaume blickt nach links und damit in die entgegengesetzte Richtung seines Vorgängers Henri. Hinter diesem scheinbar selbstverständlichen Profil steckt erstaunlich viel gestalterische Arbeit. Principe erhielt vom Großherzoglichen Haus Fotografien Guillaumes und beschäftigte sich besonders mit einer Profilaufnahme und einem Dreiviertelporträt. Nach Angaben der Zentralbank wollte sie den ruhigen, offenen und leicht lächelnden Ausdruck des neuen Großherzogs auf die Münzen übertragen. Obwohl sie normalerweise stark digital arbeitet, beginnt Principe Porträts zunächst mit Bleistiftzeichnungen. Erst danach folgten plastische Modelle und die technische Übersetzung in ein prägbares Relief. Für die luxemburgischen Sammlermünzen wurde sogar ein  zweites Guillaume-Porträt geschaffen : Helmut Andexlinger von der  Münze Österreich  entwarf dafür eine bewusst stärker stilisierte Darstellung. 
 Aus einem Entwurf wurde schließlich am 7. Juli 2026 ganz handfest eine Münze. Guillaume besuchte gemeinsam mit Finanzminister Gilles Roth und dem Präsidenten der luxemburgischen Zentralbank, Gaston Reinesch, den Produktionsstandort der  Monnaie de Paris  in Pessac bei Bordeaux. Mit dabei war auch Chiara Principe, die Gestalterin der neuen Kursmünzen. Der Großherzog ließ sich Gravur, Werkzeugherstellung, Münzprägung und die Werkstatt für Sonderprägungen zeigen. Zum Höhepunkt des Besuchs bediente er selbst die Presse für die feierliche Erstausprägung und erhielt anschließend das erste 2-Euro-Stück mit seinem eigenen Porträt. Auf ausdrücklichen Wunsch Guillaumes fand die Zeremonie im Beisein der Beschäftigten der Münzstätte und der Künstlerin statt – ein Zeichen für die Bodenständigkeit und Volksnähe, die das neue Staatsoberhaupt bereits als Stellvertreter (Lieutenant-Représentant) seines Vaters zelebriert hatte. 
 Sechs Tage später begann die BCL, die neue Serie über das Bankensystem in Umlauf zu bringen. Seit dem 13. Juli werden alle acht Nominale nach und nach entsprechend dem tatsächlichen Münzbedarf der Banken ausgegeben. Für Sammler bedeutet das: Guillaume-Münzen sind keine auf Kursmünzensätze beschränkte Sondererscheinung, sondern echtes Umlaufgeld. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, einen echten „Guillaume“ an der Supermarktkasse zu entdecken, eher gering – die geprägte Menge liegt je nach Nominal meist bei nur wenigen Millionen Stück. 
 Besonders unmittelbar erzählt die  erste luxemburgische 2-Euro-Gedenkmünze des neuen Herrschers  von diesem Einschnitt.  Sie verbindet die Thronbesteigung Guillaumes mit seinem 45. Geburtstag am 11. November 2026.  Im Zentrum steht das nach links gerichtete Porträt des Großherzogs, darüber läuft die Umschrift „GROUSSHERZOG GUILLAUME VU LËTZEBUERG“. Neben dem Ausgabejahr 2026 erscheinen am unteren Rand gleich zwei Daten: „11.11.1981“ für Guillaumes Geburt und „3.10.2025“ für die Thronbesteigung. Damit wird aus der Münze beinahe eine kleine metallene Urkunde des Herrscherwechsels. Die für den Umlauf bestimmte Ausgabe von der  Monnaie de Paris  umfasst 120.000 Exemplare; daneben existieren gesonderte Sammlervarianten. 
 Die  zweite 2-Euro-Gedenkmünze 2026  erinnert an den  40. Jahrestag der Verleihung des Internationalen Karlspreises  an das luxemburgische Volk. Ihr Motiv nimmt die historische Karlspreis-Medaille auf und führt damit weit über die Dynastie hinaus. Am 8. Mai 1986 war die Auszeichnung im Krönungssaal des Aachener Rathauses von Großherzog Jean stellvertretend für die Luxemburger entgegengenommen worden. Zum ersten Mal in der Geschichte des Preises wurde damals nicht eine einzelne Persönlichkeit, sondern ein ganzes Volk ausgezeichnet – für sein frühes und beharrliches Eintreten für die europäische Einigung. Auf der neuen 2-Euro-Münze erscheint die Medaille mit ihrer Darstellung Karls des Großen, begleitet von „PEUPLE LUXEMBOURGEOIS“, „PRIX CHARLEMAGNE 1986“ und dem Jahrgang 2026. Auch von diesem Motiv werden 120.000 Stück in Umlaufqualität von der  Monnaie de Paris  geprägt. 
 Wer Luxemburg sammelt, weiß allerdings: Eine Auflagenzahl erzählt dort selten die ganze Geschichte. Auch unter Guillaume bleibt die ausgeprägte  Variantenpolitik  bestehen. Der offizielle Numismatikkatalog der Zentralbank für 2026 nennt bei jedem der beiden Gedenkmotive neben den 120.000 Umlaufstücken aus Pessac 7.500 Stück in einer Stempelglanz-Coincard der  niederländischen Münzstätte KNM , 2.500 weitere Exemplare für die besonderen BU-Sätze sowie 1.000 Proof-Stücke. Rechnerisch ergibt das 131.000 Münzen je Motiv über die verschiedenen Ausführungen hinweg. Hinzu kommen unterschiedliche Münzzeichen beziehungsweise Kombinationen von Prägestätten- und Münzmeisterzeichen. Für den Komplettsammler bleibt Luxemburg damit genau das, was es bereits in den vergangenen Jahren war: ein kleines Ausgabeland mit erstaunlich großem Variantenpotenzial. 
 Besonders bemerkenswert ist, dass auch die viel diskutierte Fotoversion den Thronwechsel überlebt. Je 2.500 Exemplare der beiden 2026er Gedenkmünzen werden für die offiziellen BU-Sätze mit der Technik „MPI“ hergestellt – die Abkürzung steht für  „Minted Photo Image“ . Die Zentralbank nennt diese Technik ausdrücklich beim 2026er Éislek-Kursmünzensatz. Damit existieren von den Motiven weiterhin die normale plastisch geprägte Reliefdarstellung und die optisch deutlich anders wirkende Fotoversion. Diese Zweiteilung hat in Luxemburg Tradition: Schon bei Ausgaben wie der Geburt von Prinz Charles 2020 oder den beiden Gedenkmünzen von 2021 wurden Relief- und Fotovarianten gezielt nebeneinander angeboten. Weil die MPI-Stücke 2026 wiederum an die offiziellen BU-Sätze gebunden sind, dürften sie für Variantensammler erheblich schwieriger zu beschaffen sein als die gewöhnlichen Umlaufstücke. 
 So ist aus dem Luxemburger Thronwechsel binnen weniger Monate ein ausgesprochen reiches numismatisches Ereignis geworden. Und wer wirklich jede Variante haben möchte, ist auch nach dem Thronwechsel noch lange nicht fertig. 
  Was halten Sie von der luxemburgischen Variantenvielfalt – spannender zusätzlicher Sammelreiz oder inzwischen zu viele unterschiedliche Ausführungen eines Motivs? Teilen Sie Ihre Meinung gerne in den Kommentaren mit uns!  
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-08-29T00:00:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
</feed>
