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Euro-Pandemie: Wie Corona den 18. Geburtstag der Europäischen Gemeinnschaftswährung beeinflusst hat

Das Jahr 2020 hat für Münzensammler in Europa eine besondere Bedeutung: In diesem Jahr ist der Euro als Münzgeld „volljährig“ geworden: Vor 18 Jahren begann die Ära der europäischen Gemeinschaftswährung auch im Geldbeutel in ganz Europa, nachdem der Euro bereits seit 1999 als Buchgeld eingeführt worden war. Während sich die Menschen in ganz Europa an neue Preise gewöhnen und sich von ihren heiß geliebten Währungen, also beispielsweise der Deutschen Mark, dem Francs oder der Lira verabschieden mussten, sorgte die Einführung des Euro für eine Renaissance der Numismatik. Und im 18. Jahr des Euro sollte groß gefeiert werden. Doch dann machte Corona das Jubiläums-Jahr der europäischen Numismatik zunichte.


Die Auswirkungen der Pandemie haben die Numismatik nicht verschont. Einzelne Länder wie Deutschland mussten beispielsweise ihre Gedenkmünzen für geplante Großveranstaltungen wie die Fußball-Europameisterschaft zurückziehen: „Sollte die Fußball-Europameisterschaft im Jahr 2021 stattfinden, wird sie voraussichtlich mit einer Münze gewürdigt.“ heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesfinanzministeriums aus dem März 2020. Der Entwurf der Münze war bereits bekannt, er wurde von Thomas Serres aus Hattingen und Erich Ott aus München gestaltet und zeigte einen stilisierten Fußball mit den Inschriften aller Spielorte des Turniers. Als neuer Erscheinungstermin gilt nun der 10. Juni 2021. Ein Teil der Auflage war bereits in der Prägestätte Hamburg hergestellt und musste wieder eingeschmolzen werden.


Nachdem die deutsche Gedenkmünze zu Ehren der Fußball-Europameisterschaft gestrichen worden war, handelt es sich bei 2020 um den ersten Jahrgang, in dem nur vier Silbermünzen mit einem Nennwert von 20 Euro ausgegeben wurden. Auf eine Ausgabe der Prägestätte Hamburg mit dem Münzzeichen „J“ müssen Sammler verzichten. Zudem wurde die zweite Ausgabe der Polymer-Serie „Luft bewegt“, die eigentlich im März ausgegeben werden sollte, auf unbestimmte Zeit verschoben, ebenso die Silbermünze mit Farbapplikation zum 300. Geburtstag von Freiherr von Münchhausen.

Spanien und Portugal waren mit ihren Gedenkmünzen früh dran


Münzensammler müssen auf die Europameisterschaft, die ursprünglich für das Jahr 2020 geplant war, in ihrer Sammlung allerdings nicht verzichten. Spanien hatte seine Gedenkmünzen bereits im Frühjahr geprägt und in den Verkauf gebracht, es sind Varianten in Gold mit einem Nennwert von 100 Euro und Silber mit einem Nennwert von 10 Euro zu bekommen. Während die Goldmünze das Stadion San Mamés in Bilbao zeigt, ist auf der Silbermünze eine Zweikampfszene zu sehen. Auch in Portugal waren die Münzen bereits geprägt, eine Gedenkmünze mit einem Nennwert von 2,50 Euro und einer Auflage von 20.000 Stück ist seit Anfang November 2020 auf dem Markt erhältlich.


Die Ausgabeprogramme vieler Länder wurden in Anbetracht der europaweiten Alltagsbeschränkungen und einer zwischenzeitlichen Knappheit auf dem Gold- und Silbermarkt massiv zusammengestrichen. Lettland gibt im Jahr 2020 nur zwei Gedenkmünzen aus, halb soviele wie im Vorjahr. Spanien hat bislang lediglich sechs verschiedene Münzmotive für das Jahr 2020 vorgestellt, nachdem im Jahr 2019 insgesamt 16 verschiedene Gedenkmünzen in den Verkauf gebracht wurden. Während ein Großteil des spanischen Prägeprogramms für das Jahr 2020 ausgefallen ist, wurde kurzfristig eine Münze unter dem Motto „Gracias“ mit einem Nennwert von 30 Euro als Dankeschön für alle Helfer in der Corona-Pandemie geprägt.

Münzmessen müssen sich neu erfinden

Auch im Hinblick auf lieb gewonnene Rituale mussten sich Münzensammler in Europa neu orientieren. Lange Schlangen vor dem Ausgabeschalter der Münze Österreich im Herzen von Wien waren mit Abstandsregeln nicht zu vereinbaren. Münzenmessen mussten abgesagt werden und sind gerade hinter den Kulissen dabei, sich neu zu erfinden. Im Herbst wagte die „Sberatel“-Messe in Prag einen vorsichtigen Schritt zurück in die Normalität, doch die Rückmeldungen von Händlern und Besuchern waren reserviert – eine Messe mit Mundschutz ist eben doch kein Vergnügen und eine stark reduzierte Besucherzahl trübt die kommerzielle Bilanz. Mit Spannung wird erwartet, wie die 50. Ausgabe der „World Money Fair“ im Frühjahr 2021 aussehen wird – die Veranstaltung in Berlin wurde abgesagt, stattdessen soll es eine virtuelle Alternative geben.


Während die europäische Wirtschaft unter dem „Lockdown“ und der Zurückhaltung der Bevölkerung beim Konsum im Jahr 2020 massiv gelitten hat, melden Münzenhändler in Europa dennoch ein erfreulich stabiles Geschäft - offenbar hat die Zwangspause im öffentlichen Leben dazu geführt, dass die Menschen in Europa sich in den eigenen vier Wänden noch stärker lieb gewonnenen Hobbys gewidmet haben. Und weil die meisten Händler längst das Internet als Vertriebskanal entdeckt haben, konnten sie ihre treuen Kunden auch über die Distanz mit seltenen Schätzen für die Sammlung versorgen.


In Deutschland wurde mit Spannung die Fortsetzung der 100-Euro-Gedenkmünzen aus Gold erwartet. Die erste Ausgabe der dreiteiligen Mini-Serie „Säulen der Demokratie“ wurde zu einem Bestseller - nicht zuletzt wegen des sprunghaft gestiegenen Goldpreises. Durch die Edelmetallrallye mussten alle Preise der Euro-Gedenkmünzen in Gold drastisch nach oben angepasst werden.


Auch 18 Jahre nach der Einführung des Euro stehen die Umlaufmünzen aus nunmehr 23 Euro-Nationen hoch im Kurs, die Zwei-Euro-Umlaufgedenkmünzen sind zu einem eigenen Sammelgebiet geworden und limitierte Euro-Gedenkmünzen erfreuen sich einer respektablen Preisstabilität.  Und der Euro-Jahrgang 2020 ist im Corona-Krisenjahr ein besonders willkommener Anlass, vergessene Themen und Ereignisse entdecken, die in diesem Jahr auch bedeutsam waren: Den 500. Jahrestag der Magellan-Umsegelung (Portugal) oder den 75. Jahrestag des Kriegsendes (Frankreich, Malta, Niederlande). Es werden nationale Institutionen wie das Nationale Feuerwehr-Korps (Italien) oder das Nationaltheater (Slowakei) in den Mittelpunkt gerückt, welche internationale Aufmerksamkeit verdient haben.

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