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Erhaltungsgrade: Die Klaviatur der Komplimente für Münze

Beim Blick in die Ergebnisse der großen Münzauktionen trauen Sammler und Anleger gelegentlich ihren Augen nicht - wenn eine Münze für einen fünfstelligen Betrag versteigert wird, die starke Abnutzungsspuren aufweist, ist die Irritation groß. Doch Kenner wissen: Der Sammlerwert einer Münze ist eine Wissenschaft für sich und ergibt sich aus vielen Faktoren, zu denen nicht nur die Erhaltung zählt, sondern auch die Beliebtheit des Sammelgebietes sowie die erhaltene Prägeauflage. Dennoch ist die Einstufung der Erhaltung essenziell für Sammler und Anleger.
 

Erhaltungsbezeichnung „sehr schön“

Die Klaviatur der Komplimente beginnt in der Numismatik mit der Erhaltungsbezeichnung „sehr schön“. Eine Münze in dieser Erhaltung weist deutliche Spuren aus dem Handel auf, sie wurde also über einen längeren Zeitraum als Zahlungsmittel genutzt. Die Münze darf kleinere Verletzungen auf dem Relief aufweisen, es können also beispielsweise Kratzer oder Randfehler zu beobachten sein. Allerdings muss das Münzmotiv in seinen groben Konturen noch klar sichtbar sein. Münzen aus dem 19. und 20. Jahrhundert sollten üblicherweise in dieser Erhaltung vorliegen, um als sammelwürdig zu gelten.
 

Erhaltungsbezeichnung „vorzüglich“

Anspruchsvolle Sammler geben sich mit diesem Zustand allerdings nur in Ausnahmefällen zufrieden. Ihr Beuteschema beginnt bei der nächsthöheren Erhaltungsstufe, also „vorzüglich“: eine Münze, welche mit diesem Prädikat versehen wird, sollte nur geringe Abnutzungsspuren aufweisen. Alle Details der Prägung müssen noch klar ersichtlich sein, es werden nur kleinste Kratzer in den Feldern der Münze toleriert. Die Konturen sollten unberührt sein, an den höheren Punkten des Reliefs sollte keine Abnutzung feststellbar sein. Eine solche Münze war, wenn überhaupt, nur kurz im Umlauf. Sie kann ihren ursprünglichen Prägeglanz verloren haben.
 

Erhaltungsbezeichnung „Stempelglanz“

Die Champions League der Sammlermünzen wird in Fachkreisen als „Stempelglanz“ bezeichnet. Wie der Name schon sagt, fallen solche Münzen durch den natürlichen Prägeglanz auf, welcher beim Aufkommen des Prägestempels auf dem Rohling erzeugt wird. Münzen in dieser Erhaltung waren nicht im Umlauf. Sie dürfen kleinste Schäden aufweisen, die allerdings aus dem Prägeprozess herrühren, beispielsweise wenn die Münze aus der Prägemaschine geschleudert wird. Bei einer Münze in Stempelglanz-Qualität sollten der Glanz sowie die Tönung eine durchgehende Optik aufweisen.
 

Weitere Erhaltungsbegriffe

Neben diesen drei Begriffen sind noch weitere Zustandsbeschreibungen in Münzauktionen und numismatischen Angeboten von Edelmetallhändlern zu finden. So wird vereinzelt die Erhaltung „schön“ für Münzen verwendet, welche sehr starke Gebrauchsspuren aus dem Umlauf aufweisen. Normalerweise ist eine solche Münze nicht sammeln würdig, es sei denn sie stammt aus einem extrem seltenen Jahrgang oder weist ein seltenes Münzzeichen auf. Das Problem ist allerdings häufig, dass Münzen mit derart starken Oberflächenveränderungen wichtige Details wie das Prägezeichen längst verloren haben.
 

Polierte Platte

Viele Münzensammler und Edelmetallanleger kennen noch eine zusätzliche Zustandsbeschreibung: „Polierte Platte“ ist streng genommen jedoch keine Erhaltungsbezeichnung, sondern eine Bezeichnung für eine besondere Prägetechnik. Hierbei werden polierte Stempel eingesetzt, auch die rollenden sind speziell behandelt. Der Prägevorgang wird meist mehrfach ausgeführt, damit die Konturen der Münze besonders gut zur Geltung kommen. Bei Münzen, welche in diesem Verfahren hergestellt wurden, ist ein besonders starker Kontrast zwischen glänzenden und matten Flächen auffällig.
 

Fazit

Bei der Auswahl von Münzen für eine Sammlung, welche auch vor dem Hintergrund von möglichen Wertsteigerungen entwickelt wird, sollten Investoren auf Klasse statt Masse setzen. Dies heißt, dass Münzen in einer möglichst überdurchschnittlichen Erhaltung in die Sammlung aufgenommen werden sollen. Im Zweifel ist es daher auch ratsam, über einen längeren Zeitraum für eine Spitzen-Rarität zu sparen und nicht das Geld für viele Münzen in Standardqualität auszugeben. Wenn das Budget beschränkt ist, gehen viele Sammler dazu über, im Laufe der Zeit ihre Sammlung „upzugraden“, also zuerst Münzen in „sehr schön“ anzuschaffen und Stück für Stück gegen Exemplare in „vorzüglich“ oder „Stempelglanz“ auszutauschen – zumal auch eine Münze in „sehr schön“ hoch gehandelt wird, wenn es sich hierbei um einen seltenen Jahrgang oder ein exotisches Münzzeichen handelt.
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