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Deutsche Goldmünzen in Euro: Investment-Alternative und Sammel-Leidenschaft

Deutsche Goldmünzen in Euro: Investment-Alternative und Sammel-Leidenschaft
Die Vorweihnachtszeit im Jahr 2001 wird vielen Münzenfreunden bis heute in Erinnerung geblieben sein. Am 17. Dezember bildeten sich vor den Banken und Sparkassen überall in Deutschland lange Schlangen, denn die Deutschen wollten zum ersten Mal Währung in den Händen halten, welche künftig in Deutschland an der Supermarktkasse und anderswo eingesetzt werden sollte. 
 
Der Übergang von der Deutschen Mark zum Euro wurde jedoch nicht nur mit Aufregung, sondern auch mit einer gehörigen Portion Wehmut begleitet. Für Sammler und Anleger wurde dieser Abschiedsschmerz allerdings versüßt - mit einer numismatischen Sensation: Im Jahr 2001 wurde erstmals seit dem Kaiserreich eine deutsche Münze in Gold geprägt. Die goldene Abschiedsmark entwickelte sich zu einem Verkaufsschlager und wurde zum Startschuss für ein Sammelgebiet, welches bis heute zur Normalität geworden ist.
Nachdem die Bundesbank mit der Goldmark im Jahr 2001 einen Überraschungserfolg gelandet hatte, mussten die Verantwortlichen im Bundesfinanzministerium nachlegen. Und dies taten sie auch. Die positiven Erfahrungen bei der Ausgabe der ersten bundesrepublikanischen Goldmünze wurden genutzt, um die Einführung des Euro im Jahr 2002 mit einer weiteren Goldmünze zu würdigen.
 
Hierbei griff die Bundesregierung auf die etablierte Gewichtseinheit der Unze zurück und stellte gleich zwei Gedenkmünzen in Gold vor. Neben einer Prägung mit einem Gewicht von einer halben Unze und einem Nennwert von 100 Euro wurde auch eine XXL-Ausgabe mit einem Gewicht von einer Unze und einem Nennwert von 200 Euro präsentiert. Letztere ist bis heute eine der seltensten Goldmünzen der Welt, zumal die Bundesrepublik Deutschland seitdem keine weitere Goldmünze mit einem Gewicht von einer vollen Unze hergestellt hat.
Wie bereits bei der goldenen Abschiedsmark reichte auch die Auflage der ersten Goldmünzen in Euro bei Weitem nicht aus und die Münzen waren bei der Verkaufsstelle für Sammlermünzen mehrfach überzeichnet. Viele positive Rückmeldungen sorgten dafür, dass der kurze Ausflug der Bundesrepublik Deutschland in die aufregende Welt der Edelmetalle nicht beendet wurde, sondern dauerhaft etabliert werden konnte. 
 
Ab dem Jahr 2003 wurde daraufhin eine Gedenkmünzenserie in Gold ins Leben gerufen, welche im Zeichen ausgewählter UNESCO-Welterbestätten steht. In den Folgejahren wurde jeweils das Stadtbild einer historischen Welterbestätte aus Deutschland in den Fokus der Goldmünzen gerückt. Einzige Ausnahme: Im Jahr 2005 wurde die bevorstehende Fußballweltmeisterschaft in Deutschland auf den Goldmünzen gewürdigt. Die Serie fand im Jahr 2019 einen fulminanten Abschluss mit dem Dom zu Speyer. Doch damit ist das Sammelgebiet der Goldmünzen zu 100 Euro noch lange nicht abgeschlossen, zwischen 2020 und 2022 wird eine dreiteilige Mini-Serie unter dem Namen „Säulen der Demokratie“ ausgegeben.
 
Die deutschen Goldmünzen in Euro sind inzwischen nicht nur im gut sortierten Münzhandel zu finden, sondern auch bei klassischen Edelmetallhändlern. Und viele Investoren greifen hierzulande nach den halben Unzen aus Gold, welche in einer der fünf deutschen Prägestätten in Berlin (A), München (D), Stuttgart (F), Karlsruhe (G) oder München (J) hergestellt wurden. Denn viele der zurückliegenden Jahrgänge werden inzwischen relativ nah am aktuellen Goldpreis gehandelt. Der Aufpreis auf den reinen Metallwert liegt bei nur wenigen Prozent, sodass die deutschen Gold-Halbunzen durchaus mit vergleichbaren Produkten aus dem Investment-Sortiment mithalten können. Zudem sichern sich Anleger mit den UNESCO-Münzen eine willkommene Abwechslung in ihrem Portfolio, während die Motive der meisten Anlagenmünzen von Jahr zu Jahr nicht wechseln. Die 100-Euro-Goldmünzen zeichnen sich dagegen durch eine hohe Gestaltungsvielfalt aus, außerdem werden sie in edler Verpackung ausgeliefert, nämlich mit einem Echtheitszertifikat und einem Etui.
Der Boom des Edelmetall-Investments hat in Deutschland in den vergangenen Jahren immer wieder die Frage aufgeworfen, wann die Bundesrepublik eine eigene Anlage-Münze einführt. Denn während viele andere Nationen über ein Bullion-Produkt vertreten, so beispielsweise Österreich mit dem Wiener Philharmoniker oder Kanada mit dem Maple Leaf, ist Deutschland bis heute ein weißer Fleck auf der Edelmetall-Landkarte. 
 
Inzwischen haben die Gedenkmünzen aus Gold mit einem Nennwert von 100 Euro allerdings für viele Sammler und Anleger die Funktion einer deutschen Investment-Münze übernommen - und während Gedenkmünzen aus Gold heutzutage völlig selbstverständlich sind, ist die Produktion einer Investment-Prägung mit dem Bundesadler wohl auf absehbare Zeit ein Tabu.
 
Münzenfreunde in Deutschland lassen sich von dieser zurückhaltenden Position der Verantwortlichen im Bundesfinanzministerium nicht die Laune verderben. Sie konnten sich in den vergangenen Jahren über einen massiven Ausbau der Produktpalette in Gold freuen. So gibt es inzwischen nicht nur die Goldmünzen mit einem Gewicht von einer halben Unze, sondern auch Prägungen zu einer Viertelunze und einer Achtelunze. Die Stückelung zu 20 Euro wird seit dem Jahr 2010 geprägt, zuerst mit einer sechsteiligen Serie zu Ehren des deutschen Waldes und danach mit Vogel-Motiven
 
Das Portfolio wurde im Jahr 2017 um den Nennwert zu 50 Euro erweitert. Nachdem die Erstausgabe zum 500. Jubiläum der Reformation zu einem Riesenerfolg geworden ist, stehen seit 2018 ausgewählte Musikinstrumente im Mittelpunkt der Viertelunzen aus Deutschland. Der große Traum bleibt für viele Sammler und Anleger jedoch die Rückkehr des Nominals zu 200 Euro und der Gewichtseinheit zu einer vollen Unze, die als Investment-Standard in aller Welt gilt.
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